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Reichenbach schaut auf Rothenburger Stadtpark

Rothenburg profitiert schon vom Gartenkulturpfadverein. Jetzt will auch Reichenbach die Projekte und Kontakte nutzen.

© André Schulze

Von Anja Hecking

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Der Gartenkulturpfadverein hat mit Reichenbach ein weiteres Mitglied gewonnen. Das wird Heike Böhm, Rothenburgs Bürgermeisterin und Vorsitzende des Vereins, freuen. Denn das Netzwerk wird dadurch engmaschiger. Reichenbach erhofft sich vor allem für den Schlosspark in Krobnitz neue Anregungen.

Der Rothenburger Stadtpark ist dabei für Reichenbach ein gutes Beispiel. Hier hat sich mit Hilfe des Vereins schon viel getan und es gibt interessante Ideen wie die Nacht der tausend Lichter, die im September zum ersten Mal stattfinden soll. Solche Aktionen sind immer gut, denn sie wecken Interesse und ziehen Besucher an. Das, was Reichenbach an der Mitgliedschaft im Verein reizt, ist aber besonders die fachliche Anleitung bei der Parkpflege. An dem Punkt stößt die Stadt mit den Beteiligten und Helfern vor Ort an Grenzen, sagt Bürgermeister Andreas Böer. Dabei sind schon die Parkseminare sehr hilfreich, die der Verein organisiert. In Königshain hat es erst eins im Oktober im Schlosspark gegeben. Im Verein sind aber auch noch andere bekannte Orte mit ihren Gärten und Parks dabei. Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau gehört ebenso dazu wie das Heilige Grab und der Ölberggarten in Görlitz. Nicht nur gestalterisch bekommen die Mitstreiter wertvolle Hinweise. Auch bei der touristischen Vermarktung lässt sich einiges machen. Der Parkführer und die Flyer mit verschiedenen Routen wecken bereits Neugier. Auf der zweisprachigen Internetseite finden sich Fakten und Termine sowie Kontakte zu Partnern, wie der TU in Dresden. Eine App mit Audioguide soll es auch bald geben. So können Besitzer eines Smartphones über ihr Handy und den Code vor Ort Informationen abrufen. Das funktioniert zum Beispiel am Granitabbaumuseum in den Königshainer Bergen.

Das alles sind Punkte, die den Reichenbacher Stadtrat von einer Mitgliedschaft im Gartenkulturpfad-Verein überzeugt haben. Es gab auch kritische Hinweise, denn vor allem den Stadträten aus der Unabhängigen Reichenbacher Bürgerinitiative Urbi war der Sinn und Zweck nicht ganz so klar. Nur pro forma wolle man nicht noch in einem weiteren Verein dabei sein. Die Mitgliedschaft kostet die Stadt pro Jahr 500 Euro. Angeregt durch die Diskussion wird die Verwaltung den Räten künftig einmal im Jahr eine Liste aller Vereinsmitgliedschaften vorlegen, damit sie das besser als bisher einschätzen können.

Kontakt zum Verein 035771 659804, im Internet www.gartenkulturpfad-neisse.org

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