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Reichenbacher Notfallplaner vertritt die EU

Michael Kruhl begleitete in Slowenien und Kroatien eine weltweit erstmals gemeinsame Ausbildung.

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Von Ralph Schermann

Michael Kruhl, Ausbilder beim Technischen Hilfswerk (THW) in dessen Ortsverband Görlitz und Betreiber der Firma „kommplex“ für Konzeptentwicklungen der Notfallplanung mit Sitz in Reichenbach/Oberlausitz hat mit drei weiteren THW-Mitarbeitern erstmals Gruppenleiter in Slowenien und Kroatien im Katastrophenschutz geschult. Der von der EU initiierte Kurs vereinte 22 Teilnehmer aus 13 Staaten und gilt als bisher weltweit einmalige Ausbildung dieser Art. „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden“, fasste die Brüsseler EU-Vertreterin Anja Bramann den Einsatz zusammen. „Die Kombination erfahrener Ausbilder mit dem Engagement aller Beteiligten“ habe den Erfolg des speziell entwickelten Kurses garantiert und „einen neuen Standard in der Europäischen Union“ gesetzt.

Neuer Auftrag in Dänemark

Erstmals wurde die Ausbildung gemeinsam von EU- und Nicht-EU-Ländern konzipiert. Die vom Reichenbacher Michael Kruhl maßgeblich mit ausgearbeitete grenzüberschreitende Übung unter Einbeziehung der Grenzpolizei beider Staaten „gab dem Kurs eine besonders einprägsame Note“, wertete die EU-Beobachterin.

Statt nach Hause zu fliegen, wartete nach der Ausbildung allerdings bereits der nächste Auftrag auf Michael Kruhl: Eingeladen von der dänischen Katastrophen- und Zivilschutzorganisation Dema begleitete der Reichenbacher einen internationalen Stabskurs nahe Kopenhagen als EU-Katastrophenschutzexperte. „Diese Einladung erfolgte mit dem Hintergrund, eine eventuelle künftige ständige Zusammenarbeit mit ,kommplex‘ auszuloten“, sagte Kruhl der SZ.