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Dippoldiswalde

Reicht das Löschwasser in Glashütte?

Die Uhrenstadt hat einen weiteren Löschteich saniert. Andere Vorhaben sind in Planung.

Bauabnahme am unteren Löschteich in Hausdorf. Bauhofchef Veith Hanzsch, Sandy Walther vom Planungsbüro, Lutz Grämer vom Bauamt und Bodo Knauthe von RP Bau (v.li.).
Bauabnahme am unteren Löschteich in Hausdorf. Bauhofchef Veith Hanzsch, Sandy Walther vom Planungsbüro, Lutz Grämer vom Bauamt und Bodo Knauthe von RP Bau (v.li.). © Karl-Ludwig Oberthür

Nun gibt es auch im Unterdorf von Hausdorf wieder ausreichend Löschwasser. Vor wenigen Tagen wurden die Bauarbeiten am unteren Löschteich abgeschlossen. Veith Hanzsch, der zugleich Bauhofleiter und Gemeindewehrleiter ist, zeigte sich zufrieden mit der Ausführung. Die Bauarbeiter haben eine gute Arbeit erbracht. 

Die Arbeiten am Teich begannen bereits im Februar 2019 mit dem Entschlammen und dem anschließenden Vermessen, um eine Grundlage für die Planung zu haben, so Bürgermeister Markus Dreßler (CDU). Die eigentliche Sanierung startete im Oktober 2019. Der Teich bekam einen Ablaufschacht, einen frostsicheren Sauganschluss für die Feuerwehr und ein neues Zulaufbauwerk. Zudem wurden die Ufer stabilisiert und renaturiert. Das 93.000 Euro teure Vorhaben wurde vollständige von der Stadt finanziert.  Damit hat Glashütte einen weiteren der 29 Löschteiche saniert. "Als Nächstes ist die Sanierung des Teiches in Luchau am früheren Gemeindeamt geplant," so Dreßler. 

Der Garten ruft

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Neue Zisterne in Planung

Die Investitionen ins Löschwesen zahlen sich aus. "Wir sind auf dem Gebiet der Löschwasserversorgung sicher gut aufgestellt", sagt Dreßler. Dennoch gibt es weiter Handlungsbedarf. So in Neudörfel und an der Reinhardtsgrimmaer Straße in Schlottwitz. An beiden Standorten setzt die Stadt nicht auf Löschteiche, sondern auf Zisternen. Für Neudörfel habe die Stadt den Neubau bereits ausgeschrieben. "Dies tun wir, obwohl wir die in Aussicht gestellte Förderung nicht erhalten werden", so Dreßler. Glashütte rechnete mit 23.000 Euro. Doch die stellt der Landkreis nun doch nicht bereit. Dass Glashütte trotzdem investiert, hat der Technische Ausschuss mit Blick auf die Löschwassersituation in Neudörfel beschlossen. Zudem sei auch 2021 nicht mit Fördermitteln zu rechnen. Die Zisterne an der Reinhardtsgrimmaer Straße in Schlottwitz soll erst in den kommenden Jahren errichtet werden. Gegenwärtig gibt es im Stadtgebiet neun Löschwasserzisternen.

Obwohl Zisternen verlässlicher Wasser führen als Teiche, will Glashütte nicht auf Letztere verzichten. Denn Teiche halten nicht nur Löschwasser bereit, sondern sie haben auch eine wichtige ökologische und ortsbildprägende Funktion. "In dem Sinne wägen wir vor der Sanierung von Teichen immer wieder ab, ob der Teich zu sanieren ist oder anstelle des Teichs eine Zisterne die bessere Lösung ist", so Dreßler. Die Stadt beobachte den Wasserstand in den Teichen im Sommer sehr genau. "Jeder Teich sei anders. Das hänge von der Durchlässigkeit des Bodens und den der Zulaufmenge ab. Auch in Hausdorf hat sich die Stadt für die Sanierung ausgesprochen.

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