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Reif springt knapp am Rekord vorbei

Die 34 Jahre alte Bestmarke von Dombrowski wackelt. Und ein Zehnkämpfer ist auf EM-Kurs.

Weinheim/Götzis. Nach seinem Riesensatz auf 8,49 Meter ließ sich Christian Reif erst mit ausgebreiteten Armen feiern. Dann sank der Weitspringer bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim ungläubig in die Knie. „Ich habe gefühlt, dass ich den Sprung supergut getroffen habe. Dann habe ich den Jubel der Leute gehört und bin von einer 25er- oder 30er-Weite ausgegangen“, sagte der Europameister von 2010 nach dem weitesten Sprung seiner Karriere.

Unter den Zuschauern war auch Lutz Dombrowski, der nach Reifs reifer Leistung den Daumen hob: Mit 8,54 Metern war der gebürtige Zwickauer und heutige Trainer der LG Staufen 1980 in Moskau Olympiasieger geworden. Diese Marke steht bis heute als deutscher Rekord. Nicht nur Reif, sondern auch Sebastian Bayer gelten als Kandidaten für eine neue Bestmarke: Der Hamburger war 2009 auch 8,49 gesprungen. „Eine schöne Geschichte“, kommentierte Reif die Tatsache, dass er nun gleichauf mit seinem nicht besonders geliebten Rivalen liegt. „Mein großes Ziel waren 8,35 Meter. Dass ich im ersten Wettkampf gleich 8,49 Meter springen würde, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte der 29-Jährige.

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Auch Zehnkampf-Hoffnung Kai Kazmirek hatte Grund zur Freude. In Götzis schwang sich der 23-Jährige mit 8 471 Punkten zum EM-Medaillenkandidaten auf. Der U23-Europameister musste sich nur dem zweimaligen Weltmeister Trey Hardee (USA/8 518) geschlagen geben. Für Europameister Pascal Behrenbruch wird die Titelverteidigung zur Zitterpartie. Der Frankfurter trat zur achten Disziplin nicht mehr an. Beste deutsche Siebenkämpferin war Carolin Schäfer, die als Sechste (6 386 Punkte) die EM-Norm erfüllte. Die Britin Katarina Johnson-Thompson (6 682) distanzierte Vorjahresgewinnerin Brianne Theisen-Eaton aus Kanada um 41 Zähler. (dpa)