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Rennersdorfs künftiger Dorfkern

Noch sieht der ehemalige Gasthof Müller so aus, als ob er gleich einstürzen würde. Doch es gibt große Pläne. Jetzt geht es wieder ein Stück weiter.

Der ehemalige Gasthof Müller in Rennersdorf-Neudörfel gehört der Stadt Stolpen. Er soll als Gemeindezentrum umgebaut werden.
Der ehemalige Gasthof Müller in Rennersdorf-Neudörfel gehört der Stadt Stolpen. Er soll als Gemeindezentrum umgebaut werden. © Weber

Die Einwohner im Stolpener Ortsteil Rennersdorf-Neudörfel sind wieder ein Stück weiter in Sachen neues Gemeindezentrum. Dafür soll der ehemalige Gasthof Müller um- und ausgebaut werden. Der Stadtrat von Stolpen hat jetzt für einen wichtigen Schritt den Weg geebnet. Die Planungsleistungen wurden in Auftrag gegeben. Diese beinhalten die komplette Planung bis hin zum Einreichen des Bauantrages.  Der Auftrag wurde an das Planungsbüro Falk Köhler vergeben. Dieser hatte bereits im Jahr 2018 die Machbarkeitsstudie für das Haus erstellt. 

Um die Planungsleistungen zu bezahlen, muss die Stadt aber erst einmal in Vorkasse gehen.  Sicherlich auch ein Grund für eine kurze Diskussion im Stadtrat. Henry Barthel (Wählervereinigung Stolpen) zum Beispiel meinte, dass er jedem Orts ein Gemeindezentrum gönne. Aber die Frage sei, wie werde es dann auch genutzt. Heißt im Klartext, wenn künftig nur drei Veranstaltungen pro Jahr stattfinden würden, dann müssten sich die Einwohner wohl etwas mehr einfallen lassen. Ein konkretes Nutzungskonzept gibt es derzeit offenbar tatsächlich noch nicht. Aber mit dem Projekt steht man im Ort noch ganz am Anfang. Der Dorf- und Heimatverein der bereist jetzt in dem maroden haus Veranstaltungen anbietet, wird diese auch in den neuen Räumen fortsetzen. Das wurde bereits signalisiert. Es gibt aber noch weit mehr Nutzungsmöglichkeiten, wie die Machbarkeitsstudie zeigte.

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 Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, den die Einwohner nutzen können, der für Vereine zur Verfügung steht, aber eben auch für Familienfeiern. Planer Falk Köhler stellte deshalb zwei Varianten auf. 

Die erste sieht das Dorfzentrum vor, mit der Möglichkeit, später ein Gerätehaus für die Feuerwehr anzubauen. Auf diese Variante hatte man sich bereist geeinigt. Denn die Feuerwehr braucht nicht nur ein neues Fahrzeug, sondern dann auch eine vorschriftsgemäße Unterstellmöglichkeit. Grundsätzlich wird der Grundkörper des Hauses erhalten. Der Anbau würde neu entstehen. 

Um das Haus dann flexibel nutzen zu können, sollen der jetzige Gaststättenbereich und der Saal separat nutzbar sein. Das heißt, beide Bereiche erhalten eigene Sanitäranlagen, die auch von außen genutzt werden können. Alles soll barrierefrei gestaltet werden. Bei dieser Variante entstünden Baukosten von etwa einer Million Euro. Kommt der Feuerwehrbereich dran, wären das etwa 1,6 Millionen Euro. Die zweite Variante, ein Neubau würde 1,9 Millionen Euro kosten. Möglichkeiten der Finanzierung gibt es aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren“. 75 Prozent der Kosten würden bezuschusst. Damit müsste die Stadt einen Eigenanteil in Höhe von 250 000 Euro einstellen. 

Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) pflichtete Henry Barthel bei, dass es bei den Gemeindezentren tatsächlich auf die Vermietung ankomme. Aus dieser resultieren die Einnahmen, obwohl Gemeindezentren nie kostendeckend betrieben werden könnten.

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