SZ +
Merken

Rentier, Katze und Co. tanzen im Kreis

Felix und Linus spielen im Wohnzimmer von Cornelia Pavel. Die beiden Kater sind die Lieblinge der Heilerziehungspflegerin, die in einem Döbelner Heim arbeitet. Die 26-Jährige ist eine absolute Tierfreundin und liebt Katzen über alles.

Teilen
Folgen

Von Bärbel Schumann

Felix und Linus spielen im Wohnzimmer von Cornelia Pavel. Die beiden Kater sind die Lieblinge der Heilerziehungspflegerin, die in einem Döbelner Heim arbeitet. Die 26-Jährige ist eine absolute Tierfreundin und liebt Katzen über alles. Da Linus und Felix Wohnungskatzen sind, gibt es in den Räumen jede Menge Spielzeug für die Stubentiger. Am interessantesten ist für die Katzen jedoch alles, was in den Regalen oder auf den Schränken steht. „Ich habe meine Spieldosen deshalb alle in einer Vitrine stehen. Da darf keiner ran. Selbst das Abstauben mache ich selbst“, erklärt die Schrebitzerin.

Gut gehütete Schätze

Als Cornelia Pavel elf Jahre alt war, bekam sie von ihrer Oma Johanna eine kleine Spieldose geschenkt. „Auf ihr dreht sich ein Schwanenpaar im Takt der Musik. Die Spieldose hat bei mir einen besonderen Platz im Schrank, denn meine Oma lebt leider nicht mehr“, sagt die junge Frau. Diese Dose war es auch, die bei ihr die Sammelleidenschaft entfachte. Immer wieder suchte sie beim Einkauf in verschiedenen Geschäften oder in Katalogen nach Spieluhren. „Viele habe ich auch geschenkt bekommen. Weihnachten oder Geburtstag sind Anlässe, zu denen mich meine Eltern mit besonderen Spieldosen überraschen“, erklärt die 26-Jährige.

Inzwischen umfasst die Pavelsche Sammlung 76 Spieldosen und -uhren. Die Palette reicht von der tanzenden Ballerina in einer Schnapsflasche, Osterhasen, Weihnachts- oder Schneemännern und ganzen Minilandschaften bis zu Spielszenen. Natürlich gibt es bei einer Katzenliebhaberin auch Spieldosen mit zierlichen Kätzchen aus Porzellan. Selbst der Sandmann fehlt in der Sammlung nicht.

Besonders stolz ist Cornelia Pavel auf eine rund 70 Zentimeter hohe Spieluhr in Form einer Puppe. Das kostbare Stück in langem Seidenkleid mit Rüschen und Borten sowie langen blonden Haaren ist in der Sammelvitrine ein echter Hingucker. „Als ich die Puppe in einem Katalog sah, war ich total von ihr begeistert. Aber sie war mir etwas zu teuer“, gesteht die Schrebitzerin. Dass die schöne Spieluhr heute dennoch bei Cornelia Pavel zu finden ist, verdankt sie ihren Eltern. Ihnen war der heimliche Wunsch ihrer Tochter nicht entgangen. Bei einem Weihnachtsfest setzten sie die Spieluhr auf den Gabentisch und überraschten sie damit.

Nur ein Mal ausgestellt

Ein einziges Mal hat Cornelia Pavel 35 ihrer schönsten und wertvollsten Spieluhren öffentlich gezeigt. „Das war bei der Sonderausstellung des Heimatvereins. Meine Mutti hat mich dazu überredet. Viele Besucher waren erstaunt, dass ich so etwas sammle. Aber es wird wohl das letzte Mal gewesen sein, dass ich meine Spieldosen gezeigt habe“, sagt die 26-Jährige.