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Rentnerin radelt gegen Krankheit an

Einsame Spitze: Eine 68-Jährige erstrampelt bei der „Tour der Hoffnung“ in Görlitz einen neuen Rekord auf dem Ergometer.

Die drei mit den strammen Radlerwaden, von links: Gerda Jandke, die bei der „Tour der Hoffnung“ die meisten Kilometer schaffte, sowie Anne Matthes, die auf Platz 2 folgte und Heiko Ilmer, der Dritter wurde.
Die drei mit den strammen Radlerwaden, von links: Gerda Jandke, die bei der „Tour der Hoffnung“ die meisten Kilometer schaffte, sowie Anne Matthes, die auf Platz 2 folgte und Heiko Ilmer, der Dritter wurde. ©  Nikolai Schmidt

Von Julia Kunert

Gewichte stemmen, Ausdauertraining, Kurse belegen – das ist im Bodyfitness & Gesundheitsclub Görlitz an der Tagesordnung. Eine der Sportbegeisterten, hebt sich jedoch von der breiten Masse ab: Rentnerin Gerda Jandke aus Reichenbach. Die 68-Jährige besucht bereits seit sieben Jahren dreimal wöchentlich das Fitnessstudio im Görlitzer Norden. Zuvor war sie bereits acht Jahre lang in einem Yoga-Kurs aktiv und integriert Sport seitdem regelmäßig in ihren Alltag.

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Keine Frage also, dass sie sich auch in diesem Jahr an der „Tour der Hoffnung“-Aktion in ihrem Fitness-Studio beteiligte. Und das tat sie nicht gerade halbherzig: Für den guten Zweck strampelte Gerda Jandke, trotz heißer Temperaturen ganze vier Wochen lang, bis zu fünfmal die Woche stundenlang auf den Fahrradgeräten, um ihren Teil zur Spendensammlung beizutragen.

Vom 1. bis zum 31. August konnte man sie und viele weitere Teilnehmer der deutschlandweiten Benefiz-Aktion beim Sporteln für den guten Zweck bestaunen. Das Ergebnis ihres unermüdlichen Einsatzes kann sich sehen lassen: Mit 3 700 Kilometern ist die fit gebliebene Rentnerin die Spitzenreiterin der diesjährigen Aktion des Bodyfitness und erstrampelte damit über ein Zehntel der gesamten Kilometerzahl, die für Niesky und Görlitz zusammen 36 462 Kilometer betrug.

Beide Städte richten die Aktion gemeinsam aus und beteiligen sich mit einer Spende von 1 Cent pro gefahrenen Kilometer an der Benefiz-Aktion. Gerda Jandkes Einsatz wird in beiden Fitness-Studios sehr geschätzt. „Schon im letzten Jahr war sie mit 1 100 Kilometern Zweitplatzierte. Ihre diesjährige Leistung ist wirklich außergewöhnlich“, berichtet Michael Walther vom bodyFitness und Gesundheitsclub. Für Gerda Jandke sind ihre sportlichen Erfolge dabei allerdings nur zweitrangig. Viel wichtiger sei es für sie, aktiv etwas Gutes zu tun. „Meine Motivation, mich jedes Jahr aufs Neue an der Tour der Hoffnung zu beteiligen liegt bei den krebskranken Kindern. Es ist eine tolle und vor allem schöne Möglichkeit, denjenigen etwas wiederzugeben, die dringend Hilfe benötigen.“

Trotz der Freude über die vielen diesjährigen Teilnehmer, wünschen sich sowohl das Fitnessstudio als auch Gerda Jandke für die Tour der Hoffnung 2020 eine Steigerung der Spendenzahlen. „Ich glaube, wir könnten noch mehr Leute für die Aktion gewinnen, indem wir klarstellen: Jeder kann vorbei kommen, ganz ohne Mitgliedschaft. „Vereine, Familien, Freundesgruppen oder Einzelpersonen sind immer gern gesehen“, betont die 68-Jährige.

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