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Restauranteröffnung mit Startschwierigkeiten

Aus Café West wurdein wenigen Wochendie Gaststätte Mucha.Doch zum Start gab es mehrere Katastrophen.

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Von Monika Dänhardt

Mit einer Party eröffnete Juri Lugowskoj sein Restaurant auf der Warthaer Straße. Aus dem Café West wurde Mucha. In gerade mal fünf Wochen stemmte der 44-Jährige, dessen Wiege im Kaukasus stand, das Projekt.

In Dresden lebt Juri Lugowskoj schon lange. „Hergekommen bin ich noch zur DDR-Zeit“, betont er. Und habe dann in verschiedenen Berufen gejobbt – auch schon im Gaststättengewerbe. Er liebe die Herausforderung, sagt der Mucha-Wirt, der verheiratet ist und einen 17-jährigen Sohn hat. Und die bekam er bei seinem neuesten Projekt anders als gewollt.

Die Elektroleitung des ehemaligen Cafés West erwies sich als so marode, dass es kurz nach Eröffnung zum Kabelbrand kam. Ein Wasserrohrbruch folgte. „So wurde unser Restaurant wieder eine Baustelle“, sagt Juri Lugowskoj. Doch jetzt ist es wieder geöffnet.

„Das Café West muss zuletzt eine ziemliche Kneipe gewesen sein“, sagt er, der bei einem Spaziergang das Objekt entdeckte. Jedenfalls sei die Decke total vom Rauch verdreckt gewesen. Juri Lugowskoj setzt mehr auf Familiengaststätte. Schon äußerlich hat sich einiges geändert. Die Malerei von Tristan Boedecker ist dem Jugendstil angelehnt, dessen wichtiger Vertreter, der Maler Mucha ist, der der Gaststätte den Namen gab.

Doch „Mucha“ hat für den Wirt noch eine andere Bedeutung. „Mucha“ – übersetzt Fliege – nennt er auch seine Muse. „Ich schreibe manchmal auch kleine literarische Texte. In meiner Heimat gibt es da im Internet einen speziellen Block. Über ihn lernte ich Roxanna kennen. Sie ist jetzt meine Muse.“ Er zeigt das Foto einer jungen hübschen Frau, der er den Spitznamen „Mucha“ gegeben hat und mit der er sich im Internet austauscht. Sie inspirierte ihn, in der Gaststätte mit Bildern und Lampen den Jugendstil-Faden weiter zu spinnen.