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Restaurator möbelt alte Säule auf

Der Wegweiser in Kleinröhrsdorf hatte stark unter der Einwirkung von Wind und Wetter gelitten. Ein Feuchtigkeitsschutz soll den Stein nun konservieren.

© privat

Kleinröhrsdorf. Restaurator Mathias Hennig musste sich ganz schön strecken. Mit ruhiger Hand zog er die Buchstaben an der Kleinröhrsdorfer Wegesäule nach. Die Restaurierung ist jetzt abgeschlossen.

Restaurator Mathias Hennig aus Großröhrsdorf musste sich bei der Sanierung der Wegesäule ganz schön strecken.
Restaurator Mathias Hennig aus Großröhrsdorf musste sich bei der Sanierung der Wegesäule ganz schön strecken. © privat

Das steinerne Kleindenkmal am Ortsausgang in Richtung Radeberg erstrahlt in seiner alten Pracht. Der Förderverein Kleinröhrsdorf hatte die „Auffrischung“ der historischen Wegesäule angeregt und durch eine Spendenaktion die nötigen Gelder dafür gesammelt. Den Auftrag erhielt Mathias Hennig. Der 65-jährige Restaurator ist im Ehrenamt seit vielen Jahren Leiter des Heimatmuseums in Großröhrsdorf. „Als der Förderverein bei mir anfragte, ob ich diese Aufgabe übernehmen kann, sagte ich gern zu. Ich habe vor gut 15 Jahren die Wegesäule bereits einmal restauriert.“ Der Erhalt solcher Zeitzeugen sei eine sehr wichtige Aufgabe, so Hennig.

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Seine Aufgabe war gar nicht so leicht: „Moos, Algen und die Witterung hatten der Säule sehr zugesetzt. Feuchtigkeit war in den Sandstein gezogen und die Schrift Stein kaum mehr lesbar.“

Originalgetreue Herstellung

Darum wurde die Wegesäule von ihm in einem ersten Schritt zunächst zum Schutz vor Wasser konserviert. Dann fertigte Hennig auf einem transparenten Papier eine Pause der alten Schriftzüge an, um später alles wieder originalgetreu herstellen zu können. Mit weißer Silikatfarbe ging Mathias Hennig an die Erneuerung des weißen Anstrichs im oberen Säulenteil. Im letzten Arbeitsschritt brachte er die gestochene Pause an der Säule an und übertrug mittels eines sogenannten Kohlebeutels die Konturen der Schrift auf den Stein, um sie dann mit schwarzer Silikatfarbe und einem Spitzpinsel auszufüllen. Ralf Granzow vom Förderverein Kleinröhrsdorf freut sich: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir danken Herrn Hennig für seine Arbeit. Über die kommenden 20 Jahre sollte die Säule nun wieder gut lesbar sein.

In der Vergangenheit gab es noch zwei zwei weitere Wegesäulen in Kleinröhrsdorf: „Eine Säule stand am Ortsausgang in Richtung Wallroda. Eine zweite Wegesäule befand sich an der Kreuzung Großröhrsdorfer Straße/Radeberger Straße, also am Ortsausgang Richtung Großröhrsdorf, nicht weit entfernt von der Eisenbahnbrücke“, weiß Ralf Granzow. Leider seien beide verschollen. Für Hinweise dazu ist der Förderverein dankbar.“ (pn)