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Restbestände finden gute Verwendung

Ebersbach. Das Pflegestift Oberland ist jetzt für sein soziales Engagement in Polen mit einem Diplom ausgezeichnet worden.

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Von Cornelia Mai

Seit zirka drei Jahren pflegt das Seniorenheim im Oberland enge Kontakte nach Polen. Vermittelt hat diese Christian Kretschmer, der im Haus mit für die Beschäftigungsangebote der Heimbewohner verantwortlich ist. „Durch meine polnische Frau habe ich einige Kenntnis der Verhältnisse. So sind wir auch auf das Hospiz in Walbrzych aufmerksam geworden“, erzählt er. Die ärmlichen Zustände in der kirchlichen Einrichtung, die sich allein durch Spenden finanziert, hätten geradezu nach Hilfe geschrien. Da lag es nahe, Mobiliar, das nach dem Neubau des Pflegestiftes übrig war, nach Polen zu spenden. Und so fuhren voriges Jahr vier volle Lkw mit noch funktionstüchtigen Pflegebetten, Rollstühlen, Laufrädern und Wäsche nach Walbrzych.

Dem Träger des Hospizes, der Polnischen Gesellschaft zur Betreuung Krebskranker, war die Unterstützung aus Ebersbach Anlass für ein besonderes Dankeschön. Auf ihre Einladung fuhren Christian Kretschmer, der Heimleiter, Stefan Kothe, und die Pflegedienstleiterin Himmelfahrt nach Polen zur Auszeichnungsveranstaltung „Filantrop 2004“. Mit anderen Einzelpersonen und Institutionen wurde dort das Pflegestift Oberland mit einem Diplom geehrt.

Am 22. August werden nun auch einige Heimbewohner nach Polen reisen, um ihrer einstigen Heimat Schlesien einen Besuch abzustatten. „Auf ihrem Programm steht dann auch ein Besuch des Hospizes“, erzählt Christian Kretschmer.