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Rettung für den Bismarckturm

Für das Denkmal könnte es bald wieder regelmäßige Öffnungszeiten geben. Doch das braucht noch mehr Unterstützer.

© SZ Thomas Eichler

Von Romy Kühr

Noch finden Spaziergänger den Neugersdorfer Bismarckturm verschlossen vor. Doch es besteht Hoffnung. Engagierte Einwohner wollen jetzt einen Förderverein für den Turm gründen. Der Grund: „Nur so haben wir als Ehrenamtliche Versicherungsschutz“, schildert Wolfgang Fiedler. Er ist einer von den Freiwilligen, die in den vergangenen Jahren regelmäßige Öffnungszeiten am Bismarckturm abgedeckt haben. Anfangs waren sie über eine geförderte Maßnahme bei der Stadt beschäftigt. Als die beendet war, fiel der Versicherungsschutz weg. „Der ist für uns aber wichtig“, so Fiedler. Gern wollen er, seine Frau sowie Bettina Karp und Volker Döring, die sich ebenfalls um den Bismarckturm kümmern, das auch weiterhin tun. Aber eben in einem einwandfreien rechtlichen Rahmen.

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Den bietet ein Förderverein. Um dessen Gründung und die Zukunft des Turmes mit anderen Neugersdorfern zu diskutieren, hatten die Fiedlers, Frau Karp und Herr Döring zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Resonanz war mager, berichtet Wolfgang Fiedler. Nur etwa ein Dutzend Interessierte fanden sich dazu ein. Dennoch ist Fiedler recht zufrieden. Alle hätten zumindest ihre Bereitschaft signalisiert mitzuhelfen. Der Verein würde mit seinen Mitgliedern regelmäßige Öffnungszeiten abdecken und Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dafür sucht das Team vom Bismarckturm noch weitere Mitstreiter. Zwar hätten sich auf der Infoveranstaltung genügend Interessenten gefunden, um rein formell einen Verein zu gründen. „Das reicht aber nicht, um regelmäßig da zu sein.“ In erster Linie müssten Interessenten sich bereiterklären, ab und zu sonnabends, sonntags und an Feiertagen am Turm vor Ort zu sein.

Bis zur tatsächlichen Vereinsgründung muss noch einiges geregelt werden. Zurzeit arbeiten Wolfgang Fiedler und seine Mitstreiter an einer Satzung. Auch ein Nutzungsvertrag mit der Stadt muss vereinbart werden. Denn der Turm bleibt Eigentum der Stadt Ebersbach-Neugersdorf. Auch sie möchte Neugersdorf-Besuchern den Aufstieg wieder ermöglichen, betont Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos). Sie begrüßt die Pläne der Ehrenamtlichen.