merken
PLUS Pirna

Rettung für maroden Springbrunnen

Um den kaputten Brunnen in Gohrisch zu sanieren, werden mehr als 12.000 Euro gebraucht. Zu viel für die Kommune. Hilfe naht nun von anderer Stelle.

Damit es in Gohrisch wieder sprudelt, müssten rund 12.000 Euro investiert werden.
Damit es in Gohrisch wieder sprudelt, müssten rund 12.000 Euro investiert werden. © Daniel Schäfer

Bleibt der Springbrunnen auf dem Dorfplatz in Gohrisch weiter auf dem Trockenen liegen? Seit Jahren sprudelt in dem Becken beim Wasser mehr. Für viele Gohrischer ist das ein Ärgernis - das bald gelöst werden könnte. Denn nachdem der Gemeinderat entschieden hatte, kein Geld in eine Reparatur zu investieren, zeichnet sich nun eine andere Lösung ab. 

Der Gohrischer Ortschaftsrat will für die Kosten selbst aufkommen, sagt Ortschaftsratsvorsitzender Enrico Blechschmidt (Freie Wählergemeinschaft Gohrisch), der auch im Gemeinderat sitzt. Etwa 12.000 Euro wären für eine Reparatur nötig. Ein entsprechendes Angebot liegt bereits vor. Mit dem Geld könnte der marode Brunnenkörper entfernt und erneuert werden. Auch eine neue Wasserleitung, neue Pumpen sowie Elektrik müssten davon angeschafft werden. 

JABS
JABS – Euer Zukunftsportal
JABS – Euer Zukunftsportal

Auf JABS erfahrt ihr alles, was für eure Zukunft wichtig wird und wie ihr euch am Besten darauf vorbereitet.

Der Ortschaftsrat hat sich in der letzten Sitzung darauf verständigt, das Projekt selbst zu stemmen. "Es ist uns wichtig und wert, das Projekt endlich zu Ende zu bringen", sagt Blechschmidt. Auch, wenn dafür das eigene Budget angezapft wird. Das Geld dafür stammt aus der pauschalen Zuweisung des Freistaates Sachsen zur Stärkung des ländlichen Raumes. Jede Kommune in Sachsen hatte einen Finanzspritze in Höhe von 70.000 erhalten - darunter auch Gohrisch. Die Kommune verteilte diese Summe auf alle vier Ortsteile. Dadurch erhielten Gohrisch, Papstdorf, Cunnersdorf und Kleinhennersdorf jeweils 17.500 Euro. Was mit dem Geld passiert, können die Ortschaftsräte eigenständig entscheiden.

Dass der Ortschaftsrat die Finanzspritze in den Springbrunnen stecken soll, diese Idee kam bereits im Gemeinderat auf. Bürgermeister Christian Naumann (parteilos) plädierte dafür und bekam Rückendeckung von anderen Räten. Naumann argumentierte, dass die Kommune bereits eine klamme Kasse hätte und es wichtigere Projekte gäbe als den maroden Brunnen, unter anderem die Schulküche in der Grundschule in Papstdorf, die mit einem Schimmelproblem zu kämpfen hat.

Wann der Brunnen repariert wird, ist laut Blechschmidt offen. Der Ortschaftsrat muss dem Gemeinderat noch einen Beschluss zur Verwendung des Geldes vorlegen. Wird dieser abgenickt, kann der Auftrag vergeben werden.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier. 

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Pirna