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Meißen

Rettung über die Liste

Die CDU-Landtagsabgeordneten Daniela Kuge und Geert Mackenroth waren am Sonntagabend die großen Verlierer. Am Montagmorgen sah ihre Welt schon wieder besser aus.

Während Matthias Rößler (m.) als einziger der vier CDU-Kandidaten im Landkreis Meißen direkt gewählt wurde, ziehen die Wahlkreisverlierer Daniela Kuge (v.) und Geert Mackenroth (l.) über die Landesliste ins Parlament ein. Sebastian Fischer scheidet aus.
Während Matthias Rößler (m.) als einziger der vier CDU-Kandidaten im Landkreis Meißen direkt gewählt wurde, ziehen die Wahlkreisverlierer Daniela Kuge (v.) und Geert Mackenroth (l.) über die Landesliste ins Parlament ein. Sebastian Fischer scheidet aus. © Archivfoto: Jürgen Lösel

Meißen. Als die Nachricht am Montagmorgen kurz nach sechs Uhr eintraf, wollten es die beiden CDU-Landtagsabgeordneten kaum glauben. Sie haben es doch noch geschafft. Daniela Kuge aus Meißen und Geert Mackenroth aus Riesa kommen trotz klarer Niederlage im direkten Duell gegen ihre AfD-Mitbewerber Thomas Kirste und Carsten Hütter doch noch in den Landtag.

Möglich macht es das sächsische Wahlrecht. Insgesamt nur vier CDU-Abgeordnete dürfen über die Landesliste einziehen, die Nummern 6, 10, 12 und 17. Nummer 12 ist Daniela Kuge, die Nummer 17 Geert Mackenroth.

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Dennoch wird Mackenroth sein Landtagsbüro in Riesa wohl aufgeben. „Für Riesa habe ich kein Mandat mehr., sagte er. „Ich kann ja dem direkt gewählten Abgeordneten nicht ins Handwerk pfuschen.“ Der direkt gewählte Abgeordnete ist Carsten Hütter von der AfD. 

Daniela Kuge wird ihr Büro in Meißen  behalten, trotz der Niederlage gegen den AfD-Mann Thomas Kirste. Nach SZ-Informationen werden ihm jetzt sogar Ambitionen auf den AfD-Fraktionsvorsitz im Landtag nachgesagt. Denn der amtierende Fraktionschef Jörg Urban hat sein Direktmandat verloren und kommt nur noch über die Liste in den Landtag. Doch Kirste dementiert. "Absoluter Blödsinn", sagte er.  Er habe darüber gar nicht nachgedacht und sicher auch nicht die erforderlichen Mehrheiten.

Ebenfalls über die Liste (Platz sieben der SPD) zieht der ehemalige Bürgermeisterkandidat für Meißen Frank Richter in den Landtag ein. Im Kampf um ein Direktmandat erreichte er allerdings nur zehn Prozent der Stimmen. 

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