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Rettungsschüler müssen pendeln

Die Übernahme des Riesaer Standortes durch eine Privatschule ist gescheitert.

Von Britta Veltzke

Der Unterricht an der insolventen Landesrettungsschule ist nun endgültig eingestellt. Die Schüler können ihre Ausbildung im Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden fortsetzen. Sprecher Alexander Löcher sagte auf Anfrage der Sächsischen Zeitung: „Wir haben die 16 angehenden Rettungsassistenten in unseren Lehrbetrieb eingliedert.“

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Ob jedoch die ganze Klasse die neuen Verträge unterschreibt und gesammelt am Montag zum Unterricht erscheint, ist noch fraglich. Nicht alle Schüler sind mit der jetzigen Situation zufrieden. Ferien- und Lernzeiten vor der Abschlussprüfung seien erheblich verkürzt, so eine Schülerin. Unter diesen Voraussetzungen würden nicht alle ihrer Klassenkameraden den Vertrag unterschreiben.

In Dresden herrsche ein anderer Ausbildungsrhythmus, so der DRK-Sprecher, es sei daher unvermeidbar, dass sich Änderungen für die Riesaer Schüler ergeben. Ihnen sollten durch den Wechsel keine Nachteile entstehen. „Über Details lässt sich noch sprechen“, so Löcher.

Die Übernahme und damit der Erhalt der Landesrettungsschule ist inzwischen vom Tisch. Die Privatschule Medakademie mit Standorten in ganz Deutschland hatte Interesse angemeldet. „Der Insolvenzverwalter hat uns leider abgesagt. Wir hätten den Schulbetrieb in Riesa gern weitergeführt. Unsere Ausbildungen haben eine hohe Nachfrage“, so Medakademie Geschäftsführer André Müller. Über die Zukunft des Gebäudes wird derzeit verhandelt.