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Rettungsschule vor Gericht

Ein Gericht in Dresden hat Anfang der vergangenen Woche das Insolvenzverfahren über die Landesrettungsschule mit Sitz in Riesa eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ralf Goethner bestellt.

Ein Gericht in Dresden hat Anfang der vergangenen Woche das Insolvenzverfahren über die Landesrettungsschule mit Sitz in Riesa eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ralf Goethner bestellt. Der Geschäftsführer der Schule an der Kurt-Schlosser-Straße, Stefan Schulz, hatte Mitte Februar die Zahlungsunfähigkeit gemeldet. Wegen rückläufiger Schülerzahlen konnte die Schule nicht kostendeckend arbeiten.

An der Landesrettungsschule wurden Rettungsassistenten ausgebildet. Zum Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit lernten zwei Klassen an der Schule. Bis März ging der Geschäftsbetrieb an der Schule weiter, sodass ein Kurs die Ausbildung abschließen konnte. Alle anderen Schüler haben das Angebot erhalten, ihre Ausbildung ab heute im Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fortsetzen. Über den Inhalt der neuen Verträge gab es noch in der letzten Woche Unstimmigkeiten zwischen DRK und Schülern. „Das Angebot wurde von den Schülern mehrheitlich angenommen“, erklärte nun eine Sprecherin des Insolvenzverwalters.

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Über die Zukunft des Gebäudes in Riesa herrscht indes weiter Unklarheit. Derzeit sind noch eine Sekretärin und der Lehrer Steffen Hausch in der Schule mit Aufräumen beschäftigt. Beide haben ihre Kündigung erhalten und warten nun auf ihre Freistellung. Der Landkreis Meißen prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob das Gebäude als Unterkunft für Asylsuchende genutzt werden könnte. Genaueres wissen jedoch auch die beiden zurückgebliebenen Mitarbeiter nicht. Ein Sprecher der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Sachsen, der das Gebäude gehört, hat die Pläne weder dementiert noch bestätigt. Gespräche über eine Nachnutzung liefen. (SZ/veb)