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Rewe erweitert in Dippoldiswalde

Vor dem ehemaligen Drogeriemarkt am Planberg stehen dicht gedrängt die Handwerkerautos. Rewe plant einen Aus- und Umbau.

Marktleiter Michael Wolf steht vor dem bisherigen Rewe-Markt hinter ihm und der neuen Getränkeabteilung rechts davon, die gerade eingerichtet wird.
Marktleiter Michael Wolf steht vor dem bisherigen Rewe-Markt hinter ihm und der neuen Getränkeabteilung rechts davon, die gerade eingerichtet wird. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Einzelhandelskette Rewe wird in den nächsten Wochen ihren Markt in Dippoldiswalde oberhalb des Busbahnhofs umbauen und erweitern. Die Arbeiten laufen jetzt schon auf Hochtouren, aber nicht im bestehenden Rewe-Markt, sondern in dem benachbarten Gebäude, in dem bis vor einem Jahr die Drogeriekette Rossmann ihr Geschäft hatte. Dort sind momentan die Handwerker zugange. Nächste Woche wird der Markt eingeräumt. Am Freitag, dem 24. April, eröffnet Rewe  seinen Getränkemarkt, wie Michael Wolf, der Betreiber des Rewe-Markts in Dippoldiswalde, informierte.

Am Freitagabend, 24. April,  schließt der jetzige Rewe-Markt und wird völlig umgebaut. Zweieinhalb Wochen später, am Dienstag, dem 12. Mai, ist früh um 6 Uhr die Wiedereröffnung geplant. Das geht mit einer Verlängerung der Öffnungszeiten einher. Bisher beginnt der Markt um 7 Uhr mit dem Verkauf. „Wir testen das einmal mit der frühen Öffnung“, sagt Marktleiter Wolf. „Auf der B 170 herrscht um diese Zeit schon Verkehr, Menschen, die auf Arbeit fahren oder von ihrer Schicht kommen. Die können dann gleich noch einkaufen und haben nachmittags damit freie Zeit gewonnen.“

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Rewe hat noch größere Pläne

Diese Erweiterung wird für Rewe jetzt ein Zwischenschritt. Das Handelsunternehmen hat in Dippoldiswalde auf lange Sicht wesentlich größere Pläne. Der jetzige Markt hat 680 Quadratmeter Verkaufsfläche, mit dem Getränkemarkt kommen 370 Quadratmeter dazu. Aber die Handelskette will eigentlich einen Markt mit rund 1.600 Quadratmetern an diesem Standort nahe am Stadtzentrum errichten. Einer Bauanfrage für dieses größere Projekt hat der Stadtrat Dippoldiswalde vor eineinhalb Jahren schon zugestimmt. Ein solches Vorhaben ist aber nicht so schnell zu verwirklichen. Zumal Rewe nicht im Besitz aller Flächen ist, die es dafür benötigt. Es gab auch die Überlegung, dass die Stadt Dipps und Rewe zusammenarbeiten, um neue Parkplätze zu schaffen. Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.

Deswegen hat sich Rewe jetzt eigenständig für eine kleinere Lösung entschieden. „Dieser Plan ist unabhängig von der Gestaltung des Busbahnhofes zu betrachten“, teilte Linda Knetsch, die Büroleiterin von Dippoldiswaldes Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU), mit.

„Das wird jetzt nicht optimal mit zwei Märkten“, sagt Michael Wolf. „Aber es ist eine Lösung, die erlaubt, ein größeres Sortiment anzubieten, die mehr Platz schafft, und die auch für längere Zeit Bestand hat. Wir reden von Jahren, nicht von Monaten.“

Fertiggerichte und ein Onlineangebot

Wolf hat den neuen Markt schon vor seinem inneren Auge: „Er wird optisch verändert, anders angeordnet und der Frischebereich erweitert. Eine Salatbar wird eingerichtet, wo sich die Kunden selbst bedienen können.“ Der Marktleiter ist auch zuversichtlich, dass die Einschränkungen durch Corona in absehbarer Zeit wieder gelockert werden. Denn unter den jetzigen Bedingungen dürfte er fertige Salate nur abgepackt anbieten. Mehr „Convenience-Produkte“ sollen ins Angebot kommen. Der Fachbegriff meint Lebensmittel, die fertig für den Verzehr vorbereitet sind und zu Hause direkt auf den Teller kommen können oder vielleicht noch aufgebacken werden müssen. Nach dem Umbau soll es auch in Dippoldiswalde die Möglichkeit geben, online zu bestellen und den fertig verpackten Einkauf dann nur noch im Markt abzuholen.

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Damit einher geht auch eine Erweiterung des Mitarbeiterstamms. Derzeit sind es mit dem Marktleiter 25 Kolleginnen und Kollegen, die den Markt betreiben. „Momentan sind wir dabei, sukzessive mehr Personal aufzubauen“, sagt Wolf. „Nach der Erweiterung werden wir rund 30 Mitarbeiter sein.“ Die Personaleinstellungen nimmt er jetzt schrittweise vor, damit auch genug Zeit bleibt, die neuen Kollegen gut einzuarbeiten.  

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In der ursprünglichen Version des Beitrags stand das Schließungsdatum falsch, 17. anstatt 24. April. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. 

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