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Richter hört Zeugen zum Bildergeschenk

Künstlerwitwe will 50 Werke ihres Mannes zurück, weil diese nicht öffentlich ausgestellt sind.

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Der Rechtsstreit zwischen der Stiftung Schlesische Heimatstuben und der Witwe des Malers Hardy Schneider-Sato geht in die nächste Runde. Die Witwe fordert Werke ihres Mannes von der Stiftung zurück. Für den 18. September hat Richter Hartmut Wiezorek zwei Zeugen ins Landgericht Görlitz geladen. Sie sollen Licht in die Bedingungen bringen, unter denen Gerda Schneider vor drei Jahren etwa 50 Werke ihres Mannes der Stiftung schenkte. Nach Angaben von Frau Schneider habe die Stiftung damals versprochen, die Bilder baldmöglichst im Schloss Gersdorf auszustellen. Die Vertreter der Stiftung versicherten vor Gericht, dass es eine solche Absprache nicht gebe. Sie wehren sich gegen die Absicht, die Bilder zurückzufordern.

Weil sich beide Seiten in diesem wichtigen Punkt widersprechen und keine Kompromissbereitschaft bei einem ersten Verhandlungstag im April zeigten, will Wiezorek versuchen, mit den Zeugen Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Seit Jahren versucht die Stiftung Schlesische Heimatstuben in Görlitz eine Bleibe zu bekommen. Inzwischen hat sich die Stiftung auch mit dem Schlesischen Museum überworfen. Im Moment planen die Heimatstuben in Jauernick eine Dauerausstellung aufzubauen. Seit 2012 gebe es einen Nutzungsvertrag für ein Gutshaus in dem Ort. (SZ/sb)