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Defektes Kabel ist schuld am Stromausfall

Zum dritten Mal gab es dieses Jahr Probleme mit der Riesaer Stromversorgung.

Die Stadtwerke Riesa mussten schon wieder einen größeren Stromausfall verkraften. Dieses Mal lag die Ursache nicht wie im Mai im Umspannwerk Nord (Foto), sondern auf der Lauchhammerstraße.
Die Stadtwerke Riesa mussten schon wieder einen größeren Stromausfall verkraften. Dieses Mal lag die Ursache nicht wie im Mai im Umspannwerk Nord (Foto), sondern auf der Lauchhammerstraße. © Sebastian Schultz

Riesa. Offenbar gibt es dieses Jahr bei den Riesaer Stadtwerken eine echte Pechsträhne: Nachdem im ganzen Jahr 2019 pro Haushalt der Strom im Schnitt nur viereinhalb Minuten ausgefallen war, gab es am Sonnabend bereits den dritten großflächigen Stromausfall des Jahres im Stadtgebiet.

Wie das Unternehmen auf SZ-Anfrage mitteilt, habe die erste Störung am Sonnabend nachts um 1.41 Uhr begonnen. "Sie wurde durch Schäden an einem Mittelspannungs-Massekabel in Gröba ausgelöst", sagt Katja Sieber von den Stadtwerken. Offenbar war die Leitung von allein kaputtgegangen, Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es nicht.

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Betroffen von der daraus resultierenden nächtlichen Abschaltung waren Abnehmer in Gröba, Merzdorf, Mautitz, Canitz, Pochra und zum Teil in Weida. "Nachdem der Fehler geortet war, konnten ab 2.34 Uhr die ersten Kunden wieder versorgt werden", sagt Katja Sieber. Bis etwa vier Uhr früh seien dann alle Kunden wieder am Netz gewesen.

Löste eine Störung die andere aus?

Dabei blieb es allerdings nicht: Während der Bereitschaftsdienst noch mit der Reparatur der freigeschalteten Störstellen beschäftigt war, kam es am Sonnabend gegen 10.55 Uhr zu einer weiteren Stromunterbrechung in Riesa. Dieses Mal war die Innenstadt bis nach Leutewitz betroffen. "Durch Umschaltungen konnte auch hier die Versorgung zwischen 11.24 Uhr und 12.19 Uhr für alle Kunden wieder hergestellt werden", sagt die Stadtwerke-Sprecherin.

Nach der Ursache dieser zweiten Störung wurde am Montag noch gesucht. Allerdings sei es durchaus möglich, dass die erste Störung der Auslöser der zweiten Störung war.

Solche Störstellen könne man auch durch fortlaufende Prüfungen, Reparaturen und Erneuerungen nicht vollkommen ausschließen, teilen die Stadtwerke mit. Die Netzsicherheit sei eines der wesentlichen Kriterien für das Unternehmen, man investiere jährlich erhebliche Summen in das Stromnetz. Und dennoch müsse man in diesem Jahr bereits zum dritten Mal Stromunterbrechungen vermelden, die für die Kunden Schäden, Mehraufwendungen und Produktionsausfall bedeuten würden. "Dies bedauern wir sehr", so die Stadtwerke.

Versorgung innerhalb einer Stunde wiederhergestellt

Immerhin: Auch dieser Fall zeige, dass die Störfallmechanismen der Stadtwerke funktionieren. Man habe die Versorgung am frühen Samstagmorgen teils innerhalb von weniger als einer Stunde wiederherstellen können. Man investiere auch künftig "erheblich" in die Instandhaltung und Erneuerung des Leitungsnetzes.

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Nachdem im Mai die ganze Stadt für mehrere Stunden vom Netz abgehängt war, traf es am Sonnabend nacheinander verschiedene Stadtteile.

Wie viele Haushalte am Sonnabend konkret betroffen waren, ließ sich am Montag allerdings noch nicht feststellen. Im Mai hatte ein Defekt in einem Umspannwerk die gesamte Stadt für mehrere Stunden von der Stromversorgung getrennt, damals waren mehr als 20.000 Haushalte betroffen - ein Fall, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht gab.

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