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Es rollt wieder auf dem Elberadweg

Nach langer Pause sind immer mehr Touristen unterwegs – mit und ohne Gepäck.

Station in Riesa: Conny Kittelmann, Kathleen und Dirk Großmann und Lutz Kittelmann aus Großröhrsdorf wollten eigentlich den Elberadweg bis Magdeburg fahren. Weil in Sachsen-Anhalt keine Übernachtungen gestattet sind, biegen sie nach Leipzig ab.
Station in Riesa: Conny Kittelmann, Kathleen und Dirk Großmann und Lutz Kittelmann aus Großröhrsdorf wollten eigentlich den Elberadweg bis Magdeburg fahren. Weil in Sachsen-Anhalt keine Übernachtungen gestattet sind, biegen sie nach Leipzig ab. © Sebastian Schultz

Von Christian Kluge

Riesa. Es herrscht wieder richtig Leben auf dem Elberadweg – endlich! Schon am Himmelfahrtstag waren zahlreiche Radlergruppen zwischen Meißen und Strehla unterwegs. Auch am Brückentag Freitag ist einiges los. Die Fähranlegestelle in Promnitz wird zügig von einer Gruppe Reiter passiert, die eine längere Rast in der benachbarten Sommerbar einlegt. Auf der Elbe selbst fahren derweil Kajaks und Faltboote zügig an Riesa vorbei.

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Auch Fährmann Thomas Hübner hat nun wieder gut zu tun, wobei die Mehrzahl seiner Fahrgäste am Freitag von Promnitz nach Riesa übersetzen. „Momentan habe ich den Eindruck, dass wir durch Corona mehr Tagesausflügler hier auf dem Elberadweg haben“, sagt er. „Viele stellen ihr Auto ab und radeln eine Runde.“ 

Zustand des Radwegs hat sich gebessert

Aber es gibt auch wieder Radwanderer. Selbst wenn die Touren derzeit noch kürzer ausfallen, weil Gäste aus anderen Bundesländern elbabwärts in Sachsen-Anhalt noch nicht die Hotels nutzen können.

„Wir sind mit dem Auto aus Bobritzsch nach Riesa gekommen und übernachten im Goldenen Löwen“, erzählt Ehepaar Breuer, das in der Nähe von Freiberg zuhause ist. Vom Himmelfahrtstag bis Sonnabend sind die beiden in Riesa zu Gast. „Am Freitag haben wir eine Radtour von Riesa über Zehren nach Meißen und zurück auf der anderen Elbseite gemacht. Das waren rund 45 Kilometer. In den vergangenen Jahren hat sich vieles am Elberadweg verbessert. Und wir kommen gerne wieder, auch wenn es nur mal ein Tagesausflug ist.“

Ein anderes Pärchen macht derweil gegenüber der Riesaer Eisdiele auf der Hauptstraße Pause. Steffen und Kristina Kahl sind am Freitag von Laubegast nach Meißen gefahren. Mit dem Auto, obendrauf ein weißes Tandem. Und dann ab auf den Elberadweg Richtung Riesa und zurück. „Ich sitze immer hinten“, sagt Kristina. Doch dieses Tandem hat hinten keinen Freilauf: Es müssen immer beide Radler treten.

Wie weiter? Schilder am Elberadweg in Riesa verraten die Richtung. Im Hintergrund die Fähre Riepro und Schloss Promnitz.
Wie weiter? Schilder am Elberadweg in Riesa verraten die Richtung. Im Hintergrund die Fähre Riepro und Schloss Promnitz. © Sebastian Schultz

Kristina Kahl hat damit aber kein Problem. „Auf dem Tandem ist es wie im Windschatten. Wir sind mit 25 Stundenkilometer schon recht zügig unterwegs.“ Der Elberadweg gefällt dem Pärchen insgesamt schon sehr gut. Aber: „Wir haben uns gewundert, dass die Fähre in Niederlommatzsch nicht fährt.“

Wie berichtet, ist das Fährschiff derzeit zur Landrevision, vermutlich bis Mitte Juni.Steffen und Kristina Kahl haben derweil – wie sicher andere Sachsen auch – viel Kopfarbeit mit dem Sommerurlaub. „Eigentlich wollten wir drei Wochen nach Dänemark und dort mit dem Tandem Urlaub machen“, erzählt Kristina. 

Aber in Corona-Zeiten steht das in den Sternen. Dafür kann das Paar zur Not eben auch die Ausflüge auf dem Elberadweg genießen. „Wir fahren auch oft elbaufwärts nach Schöna“, sagt Ehemann Steffen. „Aber auf der Strecke zwischen Meißen und Riesa ist es auch nett mit den schönen Gaststätten.“ Und wenn es mal holprig wird auf den kurzen Pflasterstrecken unterhalb von Schloss Hirschstein oder auf der anderen Elbseite, dann schieben die beiden ihr Tandem.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.

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