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Riesa-Information wandelt sich

Mit fotokopierten Stadtplänen ging es an der Hauptstraße los. 15 Jahre später sind ganz andere Dinge gefragt.

Unverkennbar: Auf den bunten Buchstaben, die zusammen das Wort Riesa bilden, sitzen Andree Schittko (l.) und Kurt Hähnichen vom Gewerbeverein HGV. Der betreibt die Riesa-Information, die jetzt 15 Jahre alt wird.
Unverkennbar: Auf den bunten Buchstaben, die zusammen das Wort Riesa bilden, sitzen Andree Schittko (l.) und Kurt Hähnichen vom Gewerbeverein HGV. Der betreibt die Riesa-Information, die jetzt 15 Jahre alt wird. © Sebastian Schultz

Riesa. Das waren noch Zeiten. „Am Anfang haben wir Stadtpläne noch mit der Hand kopiert“, erinnert sich Manuela Langer. Die heutige Referentin des Riesaer OBs war 2005 die erste Chefin der Riesa-Information, die an der Hauptstraße am 29. Juli, vor fast 15 Jahren, zum ersten Mal ihre Türen öffnete.

Erste Mitarbeiterin war allerdings nicht Manuela Langer, sondern Conny Thieme: Die war schon im Vorläufer der Riesa-Information dabei, der auf der anderen Seite der Hauptstraße untergebracht war.

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In den Räumlichkeiten der Sparkasse hatte der Stadtbahnverein schon vor 20 Jahren einen Infopunkt eingerichtet, in dem Conny Thieme Buchungen der Stadtbahn verwaltete, die Bücher führte, als Ansprechpartnerin fungierte. Bald blieb es aber nicht bei der Stadtbahn, sondern Broschüren über touristische Angebote kamen dazu. „Damals war auch noch die MS Riesa ein wichtiges Thema“, erinnert sich Kurt Hähnichen vom Stadtbahnverein wehmütig.

Als sich der Infostand Stück für Stück zur halboffiziellen Tourist-Information entwickelte, gab es Gespräche mit der damaligen Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer und der Stadt-Tochter WGR, wie es damit weiter gehen solle. Am Ende stand die Entscheidung: Der Stadtbahn-Infopunkt und die neue Riesa-Information ziehen gemeinsam in das Objekt Hauptstraße 61, wo sie auch heute noch zu finden sind.

Ein Bild aus der Anfangszeit: das Team der Riesa-Info um die damalige Chefin Manuela Langer (M.) 2009, rechts Kurt Hähnichen, links Ramona Tilp vom Landestourismusverband.
Ein Bild aus der Anfangszeit: das Team der Riesa-Info um die damalige Chefin Manuela Langer (M.) 2009, rechts Kurt Hähnichen, links Ramona Tilp vom Landestourismusverband. © Riesa Information

Träger wurde der Handels- und Gewerbeverein HGV, die Stadt zahlt allerdings jährlich einen Zuschuss. „Aber wir als Verein übernehmen ja auch Dienstleistungen für die Stadt“, sagt Andree Schittko vom HGV. Die Arbeit hat sich über das Verteilen von Stadtplänen heute deutlich hinaus entwickelt: Die fünf Mitarbeiterinnen informieren über den Elberadweg, Sehenswürdigkeiten wie Kloster, Tierpark oder Nudelfabrik. Sie verkaufen Eintrittskarten für Veranstaltungen der Stadt-Tochter FVG in der Arena oder im Stern.

Dazu kam auch noch das komplette Fahrschein-Geschäft für die Verkehrsgesellschaft Meißen, seit es am Riesaer Bahnhof keine VGM-Zentrale mehr gibt. Auf Tourismus-Messen versuchen die Damen, Riesas Vorzüge ins rechte Licht zu rücken, sie arbeiten mit den Bürgermeistern der Umland-Gemeinden zusammen, mit anderen Stadt-Infos oder Tourismusverbänden. „Dass die Arbeit der Riesa-Information wirkt, sehen wir an den jährlichen Besucherzahlen“, sagt Kurt Hähnichen. Jeder Tourist in Riesa sei auch ein Wirtschaftsfaktor. 

Heute ist die Info sieben Tage pro Woche geöffnet – keine Selbstverständlichkeit in einer Stadt dieser Größe.

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