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Riesa kauft neue Parkscheinautomaten

Gut 18 Jahre lang haben die alten Geräte ihren Dienst erfüllt. Nun müssen neue her.

Ein defekter Parkscheinautomat am Parkplatz Elbstraße.
Ein defekter Parkscheinautomat am Parkplatz Elbstraße. © Sebastian Schultz

Riesa. Wer in der letzten Zeit seinen Wagen auf dem Parkplatz am Riesaer Elbufer abstellen wollte, der musste unter Umständen ein paar Schritte mehr auf sich nehmen als gewohnt. Seit Längerem schon ist einer der beiden Parkscheinautomaten für den kostenpflichtigen Teil der Fläche defekt. 

Die Zeit hat ihre Spuren an der Technik hinterlassen, das weiß man auch im Riesaer Rathaus - und steuert nun gegen. Am Dienstag hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss beschlossen, 13 neue Parkscheinautomaten für das Stadtgebiet zu beschaffen. Kostenpunkt: etwas mehr als 51.000 Euro. 

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Auch die Stadt begründet die Neuanschaffung mit dem Alter der Automaten. Im Jahr 2002 wurden sie aufgestellt, haben mittlerweile also mehr als 18 Jahre auf dem Buckel. Mittlerweile zeigten sich "hohe Verschleißerscheinungen, welche bei einzelnen Automaten zu dauerhaftem Ausfall geführt haben", so die Stadtverwaltung. Neben dem an der Elbe betrifft das nach Angaben der Stadt auch den Automaten am Käferberg. Gleichzeitig gestaltet sich die Suche nach Ersatzteilen für defekte Automaten wegen dieses Alters schwierig. "Darüber hinaus befinden sich die Automaten schon seit mehreren Jahren nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik, sowohl in der Handhabung für das zuständige Personal als auch in den Bedienmöglichkeiten für die Nutzer."

Bezahlen mit dem Handy soll künftig möglich sein

Die neuen Automaten sind in Summe noch ein wenig günstiger, als im Amt für Sicherheit und Ordnung erwartet worden war. Dort war man von 55.000 Euro Bruttokosten ausgegangen. Den Zuschlag erhielt die Firma "WSA Electronic" aus Thüringen, die sich auf dieses Feld spezialisiert hat. Der Vertrag beinhaltet nach Angaben der Stadt auch ein digitales Management-System für die Automaten. Das heißt, die Automaten kommunizieren über einen Server mit dem Amt. Damit sollen Defekte schneller bekannt werden, außerdem lässt sich so der Füllstand der Geldkassette aus der Ferne abfragen. Neue Bezahlmöglichkeiten sollen ebenfalls dazukommen.  "Die Zahlungsmöglichkeiten werden neben Bargeld auch auf EMV-Chip- und Kontaktloskarten, also EC- und Kreditkarten, ausgeweitet", so Stadtsprecherin Manuela Langer. "Des Weiteren ist die Zahlung über Handyfunktionen, also per SMS oder per App, in Planung und soll zeitnah ergänzt werden."

Die meisten der 13 Automaten - vier an der Zahl - stehen übrigens am Alexander-Puschkin-Platz. Dort und in der direkten Umgebung sind die Parkplätze auch am stärksten frequentiert, heißt es aus dem Rathaus. Insgesamt nimmt die Stadt jährlich zwischen 220.000 und 250.000 Euro über Parkgebühren ein. "Die Ausgaben dagegen fallen aufgrund der niedrigen Wartungskosten relativ gering aus, daher können die Einnahmen auch im Rahmen des Haushalts genutzt werden", so Sprecherin Manuela Langer. Amtsleiter Sebastian Fleck rechnet mit laufenden Kosten von jährlich 3.000 Euro. An den Preisen für die rund 500 kostenpflichtigen Parkplätze in der Stadt sind übrigens bislang keine Änderungen geplant. 

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