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Riesa lässt Flutschäden im Stadtpark beseitigen

Riesa. Bis zu drei Meter hoch haben sich Gras und Gestrüpp in den Bäumen verfangen, angespültes Gesträuch und Baumteile liegen in Massen entlang des Elbe-Radweges. Wer genau hinschaut, entdeckt dort und im Riesaer Stadtpark noch viele Spuren des Juni-Hochwassers.

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Riesa. Bis zu drei Meter hoch haben sich Gras und Gestrüpp in den Bäumen verfangen, angespültes Gesträuch und Baumteile liegen in Massen entlang des Elbe-Radweges. Wer genau hinschaut, entdeckt dort und im Riesaer Stadtpark noch viele Spuren des Juni-Hochwassers. „Aber es gibt auch Radfahrer, die fast ein wenig enttäuscht sind, dass man keine verheerenden Schäden mehr sieht“, sagt Steffen Lange von der Allgemeinen Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft (AGV). Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Brauns leitet er mehrere sogenannte „Ein-Euro-Jobber“ bei den Aufräumarbeiten an. Mit Säge und anderen Werkzeugen rücken die den Überbleibseln der Flut zu Leibe. Ein Großteil des angeschwemmten Totholzes wird sofort im Schredder zerkleinert. „Die Männer sind richtig engagiert bei der Sache, wir kommen sehr gut voran“, so Lange. Natürlich hat die Stadt für die gesamten Aufräumarbeiten Gelder beim Freistaat beantragt.

Im Stadtpark sieht es schon besser aus. Wahre Haufen an Müll und Schwemmgut aller Art sind inzwischen verschwunden. „Wir haben auch fünf große und zwölf kleinere Bäume komplett eingebüßt, die sind unterspült worden und umgestürzt“, resümiert Kerstin Bannorth. Sie ist im Stadtbauamt für die Grünflächen verantwortlich, kennt den Stadtpark in- und auswendig. „Es ist bekanntlich ein Auwald, dem Überschwemmungen nichts ausmachen. Im Gegenteil, die Krautschicht unter den Bäumen braucht diese Überflutung von Zeit zu Zeit sogar, damit neue Nährstoffe eingetragen werden.“ Nur der für Auwälder nicht typische Spitzahorn übersteht das Hochwasser in aller Regel nicht. Auch der Holunder nimmt Schaden. Da aber zahlreiche Vögel Holunderbeeren fressen und dann „hinten raus“ immer wieder eine neue „Saat“ fallenlassen, wächst er immer wieder nach.

Besonders stark zerstört wurde im Juni die Deckschicht der Wege. „Auf den Hauptwegen entlang der Jahna oder dem Mittelweg unterhalb der Freitreppe haben wir den Belag komplett erneuern lassen“, so Kerstin Bannorth. Etliche kleinere Wege sind noch in Arbeit, müssen vom hart verkrusteten Schlamm befreit werden Rund 26700 Euro werden dafür investiert. Ein großes Problem tut sich unterhalb der Freitreppe auf. Die untere Wanne der Kaskade hat durch die Strömungen einen richtigen „Hieb“ abgekriegt. Sie wurde unterspült, verdreht und verschoben, das Wasser läuft aus. „Deshalb haben wir die Kaskade vorerst abgeschaltet“, erklärt Kerstin Bannorth. (SZ)