merken
PLUS Riesa

Linke will Zukunft der FVG besprechen

Das Riesaer Tochterunternehmen fährt in vielen Bereichen auf Verschleiß, sagt Rätin Uta Knebel - und fordert ein Konzept für künftige Investitionen.

Wie soll es mit der Sachsenarena (l.): weitergehen? Die Stadt sollte sich darüber und über die anderen Bereiche der FVG zeitnah Gedanken machen, fordert Uta Knebel (r.).
Wie soll es mit der Sachsenarena (l.): weitergehen? Die Stadt sollte sich darüber und über die anderen Bereiche der FVG zeitnah Gedanken machen, fordert Uta Knebel (r.). © Sebastian Schultz

Riesa. Riesas Stadtrat soll sich zeitnah mit der Perspektive der Stadttochter FVG befassen. Das hat die Linke-Fraktionschefin Uta Knebel beantragt. Hintergrund sei zum einen der Investitionsstau in allen Bereichen der FVG, zum anderen auch die Personalentwicklung. Um gute Leute zu gewinnen und in Riesa halten zu können, werde das Unternehmen künftig vermutlich mehr Geld in die Hand nehmen müssen. "Beides wird sich in den nächsten Jahren im Haushalt niederschlagen", so Knebel. 

Geringere Verluste als in den Vorjahren

Die FVG, die neben der Sachsenarena und dem Stern auch noch die Bibliothek, das Museum und den Tierpark betreibt, hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Bilanzverlust in Höhe von etwa 95.000 Euro abgeschlossen. Damit fiel das vergangene Jahr, wohl auch wegen des Tags der Sachsen, deutlich besser aus als die Vorjahre: 2017 und 2018 verzeichnete das Unternehmen jeweils Verluste von deutlich mehr als 300.000 Euro.

Anzeige
Schlossherr gesucht!
Schlossherr gesucht!

Herbst-Auktionen mit außergewöhnlichen Immobilien aus Ostsachsen

Derzeit können die Verluste noch aus Kapitalrücklagen gedeckt werden. Die werden aber in den kommenden Jahren aufgebraucht sein, so Uta Knebel. Um zukunftsfähig zu bleiben, müsse man deshalb jetzt die Weichen stellen. Das betreffe auch nicht nur die Arena, sondern beispielsweise auch das Haus am Poppitzer Platz und den Tierpark. "Nach 20 Jahren muss man nun mal etwas tun, das ist einfach so." Für den aktuellen Doppelhaushalt sei das noch kein Thema. "Aber wir sollten bis 2023/24 auf jeden Fall ein Konzept haben." 

Corona-Krise bremst Investitionsvorhaben aus

Bei der Stadt-Tochter selbst trifft die Forderung in der Sache auf offene Ohren. "Im Grundsatz ist das, was Frau Knebel sagt, nichts Neues", bestätigt FVG-Geschäftsführer John Jaeschke. Die Stadträtin habe völlig Recht in dem Punkt, dass man genau analysieren müsse, wo gezielt investiert werden kann und muss. Damit habe man bei der FVG auch schon begonnen. Jaeschke weist allerdings auch darauf hin, dass die Corona-Folgen derzeit große Sprünge erschweren dürften. "Wir werden dadurch zwei bis drei Jahre zurückgeworfen." 

Weitere Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier. 

Mehr zum Thema Riesa