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Alles offen bei Real in Riesa

Erste Filialen mussten nach der Übernahme bereits schließen. Zur Zukunft des Marktes im Riesapark aber hält sich das Unternehmen weiter bedeckt.

Nach dem Real-Verkauf verkündet der Investor erste Schließungen. Die Zukunft des Standorts im Riesapark (Foto) ist aber weiter offen.
Nach dem Real-Verkauf verkündet der Investor erste Schließungen. Die Zukunft des Standorts im Riesapark (Foto) ist aber weiter offen. © Lutz Weidler

Riesa. Nach der Übernahme von Real durch den Investor SCP bleibt die Zukunft des Marktes im Einkaufszentrum Riesapark zunächst weiter offen. "Alle geplanten Veränderungen am Marktnetz stehen immer unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes", erklärt ein Real-Sprecher auf Nachfrage. Man werde daher keine Informationen zu einzelnen Standorten herausgeben, "bevor nicht eine finale Entscheidung dieser Behörde vorliegt".

Zuletzt waberten Gerüchte einer Real-Schließung durch Riesa. Es sei alles andere als sicher, dass der Markt im Einkaufszentrum Riesapark weiter besteht, hieß es etwa in Debatten um das Einzelhandelskonzept und den Edeka im Stadtzentrum. Derzeit beschäftigt der Standort laut Real 82 Personen. 

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Acht Märkte schließen 2021

Fakt ist, dass es nach der Übernahme der Märkte durch die SCP-Gruppe am 25. Juni im Grunde zwei Optionen für die Zukunft der insgesamt 276 Märkte gibt: zum einen die Übernahme. Für 141 Märkte hatte SCP eigenen Informationen zufolge bereits eine Einigung mit Kaufland und Edeka erzielt. Das Votum des Kartellamts steht hier aber offenbar noch aus. Weitere Veräußerungen sind nicht ausgeschlossen, man stehe mit einigen Versorgern in teils finalen Verhandlungen, teilte der Investor der Lebensmittelzeitung mit. Für einzelne Filialen könnte eine Unterteilung der Flächen eine Lösung sein. 

Neben dem Verkauf rechnet SCP aber auch damit, einige Märkte schließen zu müssen. Bereits am Montag verkündete das Unternehmen nach Angaben der Lebensmittelzeitung bereits die Schließung von acht Filialen, angeblich sind rund 700 Mitarbeiter betroffen. Insgesamt ist laut SCP geplant, 30 Märkte im Bundesgebiet zu schließen, für die der Investor keine Zukunft sieht. (SZ/stl)

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