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Riesa trauert um Verkehrsexperten

Mit Peter Kosciankowski verliert die Stadt einen Mann, der ohne Scheu dafür kämpfte, dass der Straßenverkehr sicherer wird.

Peter Kosciankowski fuhr Unfallschwerpunkte am liebsten selbst per Fahrrad ab.
Peter Kosciankowski fuhr Unfallschwerpunkte am liebsten selbst per Fahrrad ab. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Oft hilft ein Bild mehr als 1.000 Worte. Zum Beispiel, wenn ein nicht angeschnallter Plüschteddy im hohen Bogen aus dem Autositz fliegt und mit dem Kopf voran auf den Boden prallt. Mit einer Rampe und einem abrupt abgebremsten Sitz zeigte Peter Kosciankowski erst im Oktober in Hirschstein, wozu ein Gurt im Auto nützlich ist. 

Meine Kinder standen mit offenen Augen daneben. Einer fragte die Männer der Verkehrswacht, wie es dem Teddy jetzt geht. Und alle erinnern sich noch Monate später an die eindrückliche Vorführung.

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Peter Kosciankowski hat sich Jahrzehnte lang für die Sicherheit des Straßenverkehrs eingesetzt. Fast zwei Jahrzehnte war er Geschäftsführer der Verkehrswacht Riesa-Großenhain. Er hat sich bei der Präventionsarbeit immer etwas Neues einfallen lassen, zahllose Autofahrer bei Infoveranstaltungen geschult, enge Kontakte zu Entscheidungsträgern in Stadt und Landkreis gehalten. 

Die Deutsche Verkehrswacht hatte den früheren Stahlwerks-Mitarbeiter dafür mit dem Ehrenzeichen geehrt, die Landesverkehrswacht mit der Ehrenplakette.

Grundschüler hatten bei der Fahrrad-Verkehrserziehung mit Peter Kosciankowski zu tun, Senioren beim Rollatorentraining. Und die Redakteure der SZ sowieso: Im Pressesprecher der Verkehrswacht fanden sie jahrein, jahraus einen kompetenten Ansprechpartner – ob es um die Sicherheit der Kreuzung am Puschkinplatz ging, eine neue Bushaltestelle am Riesapark oder Parkverbote in Merzdorf. 

„Unfallschwerpunkte ist er am liebsten selbst per Fahrrad abgefahren“, sagt Gunter Riedel, Chef der Verkehrswacht. Am 10. Mai ist Peter Kosciankowski nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 77 Jahre alt und hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.