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Riesa weist Kritik von Radverband zurück

Der ADFC hatte moniert, dass es zu wenig Rad-Stellplätze am Bahnhof gibt. Die Zahlen stimmen aber nicht mehr, heißt es aus dem Rathaus.

Nicht mitgezählt: Diese neuen Radständer gegenüber des Riesaer Bahnhofs tauchen in der aktuellen Studie des Radverbands ADFC nicht auf, heißt es von der Stadtverwaltung.
Nicht mitgezählt: Diese neuen Radständer gegenüber des Riesaer Bahnhofs tauchen in der aktuellen Studie des Radverbands ADFC nicht auf, heißt es von der Stadtverwaltung. © Stadt Riesa

Riesa. Radverband rügt Riesaer Bahnhof - hatte es diese Woche geheißen. Laut einer Studie des Fahrrad-Verbands ADFC mangele es am Riesaer Bahnhof an ausreichend Rad-Stellplätzen. Die genannten Zahlen sind aber längst nicht mehr aktuell, heißt es aus dem Rathaus. Zwar ist die Studie gerade erst veröffentlicht worden, die Zahlen dafür seien aber bereits im ersten Halbjahr 2019 erfasst worden. "Da ist natürlich bis heute – ein Jahr später – unter Umstände eine Menge passiert", sagt Riesas Pressesprecher Uwe Päsler.

Konkret in Riesa seien durch eine 8.000-Euro-Investition der Stadt vor der einstigen VVO-Mobilitätszentrale bereits im vorigen Sommer 29 fahrradgerechte Vorderradhalter hinzugekommen, die - anders als viele Halter auf der Bahnhofseite - sogar überdacht sind. "Damit wurde die Zahl der Abstellmöglichkeiten um fast 24 Prozent gesteigert", rechnet Päsler vor.

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Mit nunmehr 150 Fahrradständern habe sich das Verhältnis zur genannten Zahl von täglich 1.300 Bahn-Einsteigern von 1 zu 11 auf 1 zu 8,7 deutlich verbessert. "Diese Faktoren müssten bei so einer Studie natürlich auch in die Benotung einfließen", sagt der Rathaus-Sprecher. Der ADFC selbst schlägt vor, dass auf jeweils sieben Fahrgäste ein überdachter und abschließbarer Fahrrad-Abstellplatz kommen sollte.

Geld allein ist nicht alles

Der Verband hatte darauf hingewiesen, dass es ein neues deutschlandweites Förderprogramm gibt, das bessere Bedingungen für radelnde Bahn-Fahrgäste schaffen soll. Am Geld allein liege es allerdings nicht immer - auch Platz sei nötig, sagt Uwe Päsler. "Das Stadtbauamt Riesa hat genau geprüft, an welchen Stellen noch Radständer möglich sind. Im Bereich des Bahnhofes ist auf städtischen Flächen schlicht und ergreifend kein Platz mehr. " Der 2019 geschaffene neue Standort sei die letzte praktikable Möglichkeit gewesen. Auf Flächen der Bahn dürfe die Stadt nichts bauen.

Grundsätzlich sei es aber auch ein Anliegen der Stadt Riesa, den Radverkehr attraktiver zu gestalten. Im Stadtrat stehe deshalb am 15. Juli auch das überarbeitete Radverkehrskonzept auf der Tagesordnung. (SZ)

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