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Riesa

Riesaer Laborbau liegt im Zeitplan

Nach neun Monaten Bauzeit feiert die Studienakademie Richtfest. Mit dem künftigen Haus 6 will sich die BA fit für die Zukunft machen.

BA-Direktorin Ute Schröter-Bobsin konnte nach neun Monaten Bauzeit zum Richtfest laden, Zimmermann Steffen Pocha segnete den Bau.
BA-Direktorin Ute Schröter-Bobsin konnte nach neun Monaten Bauzeit zum Richtfest laden, Zimmermann Steffen Pocha segnete den Bau. © Lutz Weidler

Riesa. Gleich zu Beginn ihrer Rede muss sich Elke Mühlbauer entschuldigen. „Die Krone kann heute leider nicht mit einem Kran aufs Dach gehoben werden“, sagt die Niederlassungsleiterin des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Der Grund ist simpel: Der Kran ist längst vom Grundstück der Studienakademie Riesa abgerückt. Ein Richtfest, das dem Baufortschritt hinterherhinkt, das sei auch eher eine Seltenheit, wird die BA-Leiterin Ute Schröter-Bobsin später sagen. Vor neun Monaten waren die Bagger im Stadtteil Gröba angerückt. Auf dem Campus entsteht ein zweigeschossiges Lehr- und Laborgebäude. Kostenpunkt: rund 2,9 Millionen Euro allein für den Neubau, hinzu kommen noch einmal fast zwei Millionen Euro für Umbauten in den beiden Nachbargebäuden.

Der Neubau ist vor allem aus Platzgründen dringend notwendig. Man sei schon dicht an der Kapazitätsgrenze, wie die Direktorin schon 2018 im SZ-Gespräch erklärt hatte. Im neuen Haus 6 sollen unter anderem Fachkabinette für Maschinenbau eingerichtet werden, außerdem Büroräume und ein Computerkabinett sowie ein größerer Multifunktionsraum. Der soll zum Beispiel von den Betriebswirtschaftlern als interaktiver Lehrraum genutzt werden, um mit moderner Technik Unternehmenssimulationen durchspielen zu können. Rektorin Ute Schröter-Bobsin betont aber trotz dieses Schwerpunkts auf Maschinenbau und BWL, das Gebäude sei nicht allein für diese spezifischen Fachbereiche vorgesehen. Nicht zuletzt kann der Multifunktionsraum auch für Seminare und Fachsymposien genutzt werden.

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Letztlich sei der Neubau ein „ganz konkreter Schritt in eine neue Lernwelt“, sagt Schröter-Bobsin. Von den Hochschulen und auch den Studienakademien in Sachsen würden zunehmend Digitalisierung, Internationalisierung und Flexibilisierung erwartet. Das zeigt auch die Liste der Bauprojekte an den Studienakademien in Sachsen. „Die Dichte der Baufeiern ist größer geworden“, sagt Volker Kylau, Referatsleiter für Bau beim sächsischen Finanzministerium. Nach Bautzen und Plauen sei Riesa Nummer drei in relativ kurzer Zeit.

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Dem Spatenstich in Riesa war allerdings auch eine lange Planungsphase vorausgegangen, worauf auch Kylau hinwies. Jahrelang fehlte das Geld, um das Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Dafür habe die Umsetzung bisher umso besser geklappt, sagt Ute Schröter-Bobsin. Die Absprache zwischen den Beteiligten funktioniere sehr gut. Das Sächsische Finanzministerium rechnet damit, dass die Bauarbeiten spätestens im Frühjahr 2020 beendet sein werden. Bis dahin wird sich auch die Fassade des rund 550 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Gebäudes dem Campus angepasst haben. Angedacht sei eine Art Metallobjekt, erklärt die Direktorin. Das passe nicht zuletzt wegen der historischen Verbindung zur Stahlproduktion „sehr gut hierher“. Zu sehen sein wird das Haus auch für Nicht-Studenten: Es liegt direkt an der Rittergutstraße – sozusagen als neues Aushängeschild der Riesaer Studienakademie.