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Riesas Stadt-Töchter machen Gewinn

Noch können sich die Zahlen beim WGR-Konzern sehen lassen. Aber durch die Corona-Regeln gibt es jetzt Kurzarbeit.

Die Wohnungsgesellschaft WGR gehört in Riesa zum Stadtbild: Sie vermietet auch die Wohnblöcke an der Bahnhofstraße (rechts im Hintergrund).
Die Wohnungsgesellschaft WGR gehört in Riesa zum Stadtbild: Sie vermietet auch die Wohnblöcke an der Bahnhofstraße (rechts im Hintergrund). © Sebastian Schultz

Riesa. Sie vermieten Tausende Wohnungen, bieten Hausmeisterdienste an, übernehmen die Straßenreinigung, betreiben ein Hotel, ein Freibad, ein Hallenbad: Die städtische Wohnungsgesellschaft Riesa (WGR) und ihre Tochtergesellschaften sind ein wichtiger Akteur im Riesaer Wirtschaftsleben.

Jetzt haben WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa und Prokurist Reiner Striegler die aktuelle wirtschaftliche Lage vorgestellt. Die Umsatzerlöse der WGR für 2019 liegen bei 22,5 Millionen Euro. "Das ist ein Wert ähnlich wie im Vorjahr", sagt Reiner Striegler. Und man gehe auch für 2019 davon aus, wieder Gewinn zu machen. Wie hoch das Betriebsergebnis ausfällt, könne man aber noch nicht auf Euro und Cent nennen, so der Prokurist. „Das Ergebnis wird derzeit noch geprüft.“

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Millionenumsatz auch in Nünchritz

Bei der Tochtergesellschaft Wohnungsgesellschaft Nünchritz (WGN) rechnet man für das abgelaufene Jahr ebenfalls mit einem positiven Betriebsergebnis. 2018 hatte man einen Umsatz von 2,9 Millionen Euro erreicht. „Diesen Wert werden wir für 2019 auf jeden Fall wieder schaffen“, sagt Reiner Striegler, der Chef der WGN ist.

Auch bei allen anderen Tochterfirmen der WGR rechne man für 2019 bei Umsatz und Gewinn mit ähnlichen Ergebnissen wie im Jahr davor.

Die Corona-Krise dürfte sich allerdings deutlich auf die Zahlen für 2020 auswirken: Derzeit gibt es sowohl bei der Tochterfirma RDL als auch bei der AGV Kurzarbeit. Hausmeisterdienste und Reinigungsleistungen sind zwar in den Wohnblöcken nach wie vor zu erledigen. Ein wichtiger Kunde ist allerdings ausgefallen. „Weil die Schulen geschlossen sind, fehlt natürlich die Schulreinigung“, sagt Striegler. Die Kurzarbeit betrifft rund 40 Mitarbeiter bei der AGV und knapp zehn bei der RDL.

Keine Kurzarbeit vermeldet das Unternehmen WGR selbst. „Es gibt aktuell zwar keine Neuvermietungen, aber sonst ist das Tagesgeschäft normal abzuarbeiten“, sagt WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa. Reparaturen fallen auch in Corona-Zeiten reichlich an. Und viele andere Tätigkeiten könne man auch über die digitalen Medien erledigen.

Telekabel-Mitarbeiter im Heimbüro

Auch das Geschäft der WGR-Tochter Telekabel läuft normal. „Da haben wir derzeit einen Fokus drauf“, sagt Ledwa. Um für eventuelle Infektionen gerüstet zu sein, lasse man einen Mitarbeiter zu Hause arbeiten, den anderen im Büro – damit es bei einem Ausfall noch eine Alternative gibt. „Die Versorgung mit Internet und Telefon ist gerade jetzt wichtig, bis hin zum Lernsax-Angebot für Schüler“, sagt Ledwa.

Insgesamt ist die Mitarbeiterzahl im WGR-Konzern relativ stabil: Mit allen Tochtergesellschaften komme man aktuell auf 280 Kollegen.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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