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Riese tritt in Hohendubrau an

Der Gebelziger Denis Riese kandidiert als ehrenamtlicher Bürgermeister. Im Juni wird über das Amt abgestimmt.

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Von Alexander Kempf

Gebelzig. Nach dem vorzeitigen Rücktritt von Hans Hermann Zschieschank hätten ihn zahlreiche Bürger aus allen Hohendubrauer Ortsteilen angesprochen und gebeten, als Bürgermeister der Gemeinde zu kandidieren, berichtet Denis Riese. „Nach reiflicher Überlegung im Kreise meiner Familie, später mit Freunden und Mitstreitern der ehemaligen Bürgerinitiative Pro Gebelzig, habe ich mich entschieden, mich der Verantwortung für Hohendubrau zu stellen“, sagt der 46-Jährige. Neben Hans-Peter Soldan (CDU) ist er damit der zweite Bewerber, der sich öffentlich um das Amt bemüht.

Denis Riese tritt als unabhängiger Kandidat an. „So kann ich ungebunden und ohne irgendwelche Verstrickungen zum Wohle der Gemeinde und deren Bürgerinnen und Bürger arbeiten“, sagt er. Seine Selbstständigkeit erlaube es ihm, die notwendige Zeit zu investieren. Das Amt des Bürgermeisters ist ein Ehrenamt. Da es mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden ist, erhält der Gewählte aber eine Aufwandsentschädigung.

Denis Riese hat sich schon in der Vergangenheit sichtbar in der Gemeinde engagiert. Als Sprecher der Bürgerinitiative Gebelzig und Mitglied des Gemeinderats ist er maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass ein in Gebelzig geplanter Grauwacke-Tagebau verhindert werden konnte. Von seinen Kontakten und einem großen Netzwerk aus dieser Zeit will er nun profitieren. Es sei ihm zudem ein Anliegen, das Klima in der Gemeinde zu verbessern, so Denis Riese. Künftig solle mehr miteinander als übereinander gesprochen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr nennt der Gebelziger ein Vorbild. „Seit einigen Jahren arbeiten unsere drei Ortsfeuerwehren eng und nach außen als Gemeindewehr Hohendubrau zusammen. Den Kameraden ist es gelungen, über die Grenzen ihres Ortsteiles hinweg alte Gewohn- und Befindlichkeiten abzulegen und im gemeinsamen Geist zum Nutzen Hohendubraus zu arbeiten.“ Dafür will Denis Riese auch bei Bürgern und Gemeinderäten werben.

Im Falle einer Wahl am 7. Juni möchte er sich dafür einsetzen, die Gemeindefinanzen auf einem besseren Niveau zu stabilisieren und den Bevölkerungsrückgang zu stoppen. Zwar gebe es in Hohendubrau wenig Arbeitsplätze, doch die Nähe zu Bautzen, Görlitz und auch Dresden sei ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil.