merken
PLUS Löbau

Riesenprojekt Nudelfabrik

Sechs Millionen Euro will die Stadt Löbau in den nächsten Jahren für die ehemalige Teigwarenfabrik ausgeben. Was plant sie mit so viel Geld?

Die ehemalige Anker Teigwaren Fabrik in Löbau.
Die ehemalige Anker Teigwaren Fabrik in Löbau. © Archivfoto: M.v. Appeldorn

Ein Riesenbatzen Geld soll in den nächsten Jahren in die Nudelfabrik fließen. Im Entwurf für den Haushaltsplan, den Kämmerer Holm Belger jetzt im Stadtrat vorstellte, stehen mehr als sechs Millionen Euro drin - zunächst für Sicherungsmaßnahmen am Gebäude. Die Stadt hatte das historische Fabrikgelände an der Äußeren Bautzner Straße ersteigert. Langfristiges Ziel ist es, das Haus zu sanieren, sogar das Stadtmuseum unterzubringen und gemeinsam mit dem benachbarten Haus Schminke einen Anziehungspunkt für Touristen und Kulturinteressierte zu schaffen. 

So sind jedenfalls die Vorstellungen der Stadt und des Oberbürgermeisters. Doch sechs Millionen für die Gebäudesicherung - das kommt manchem viel vor. Stadtrat Ingo Seiler (Bürgerliste) fragte nach. "Was soll mit den sechs Millionen Euro für die Nudelfabrik genau passieren." 

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

Wie schon seit Monaten betonte Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos), dass es noch keine detaillierten Pläne gebe, wie und wofür das Geld eingesetzt werden soll. Um Fördermittel beantragen zu können, müsse die Stadt aber auf alle Fälle Geld in den Haushalt einstellen - um dann auch die Eigenmittel zur Verfügung zu haben. Und bevor Fördermittel beantragt werden können, muss ein Konzept für das Gelände her. Außerdem sei zu ermitteln, welche Förderprogramme infrage kommen, woher es Geld für das Großprojekt geben könnte, so Buchholz. 

Der erste Schritt sei die Sicherung und Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern, damit das Haus äußerlich einigermaßen in Schuss bleibt. Auch die Entkernung der alten Gebäude sei noch ein großes Vorhaben. Allein für die Dachsanierung rechnet OB Buchholz mit Kosten von etwa anderthalb Millionen Euro. "Da reden wir noch gar nicht von inhaltlichen Investitionen, wie zum Beispiel Möbel." Angesichts dessen sei die Summe, die die Stadt jetzt zunächst in den Haushalt einstellen will, gar nicht so enorm. 

Außerdem handle es sich bei der Summe nicht um reine Eigenmittel, sondern auch Fördermittel seien eingepreist. "Ohne geht es nicht, allein aus Eigenmitteln können wir das nicht leisten", so Dietmar Buchholz. Reichen würden die sechs Millionen ohnehin bei weitem nicht, wenn das Gebäudeensemble komplett saniert werden soll, betonte der Oberbürgermeister. Er sprach von schätzungsweise etwa 18 Millionen Euro. 

Mehr Nachrichten aus Löbau und dem Umland lesen Sie hier

Mehr zum Thema Löbau