merken
PLUS

Niesky

Riesenschaden in Flugzeughangar

Unbekannte beschädigten zwei Segelflieger des Rothenburger Luftsportvereins. Einer musste daraufhin neu beschafft werden.

Volker Wollert vom Luftsportverein ist empört über die sinnlose Zerstörungswut an den Segelfliegern.
Volker Wollert vom Luftsportverein ist empört über die sinnlose Zerstörungswut an den Segelfliegern. © André Schulze

Erst jetzt wurde bekannt, was sich am Osterwochenende auf dem Gelände des Rothenburger Flugplatzes zugetragen hat. Wie die SZ erfuhr, sollen Unbekannte in einen vom Rothenburger Luftsportverein genutzten Hangar eingebrochen sein. Dort standen zu dem Zeitpunkt mehrere Segelflugzeuge. Eines davon sei regelrecht zerstört worden, heißt es. Angeblich aber habe eine Kamera den Tathergang aufgezeichnet. 

Die Polizei bestätigt auf SZ-Anfrage den Vorfall. In der Nacht vom 20. zum 21. April habe man die Mitteilung bekommen, dass mehrere unbekannte Personen unberechtigt das Gelände des Luftsportvereins betreten und in einer Halle diverse Fahrzeuge bewegt hätten, so Sprecher Torsten Jahn. Ein Zeuge habe angegeben, am Ostersonnabend gegen 23.30 Uhr Autogeräusche gehört zu haben, die vom Vorplatz des Hangars gekommen seien. „Er konnte noch einige Personen sehen, die anschließend flüchteten“, so Jahn. Zuvor waren die Täter offenbar in die Halle eingedrungen. Zwei der nicht zugelassenen Autos seien gestartet worden. Beim wilden Umherfahren kam es dann wahrscheinlich zu den Beschädigungen der Flieger. 

Anzeige
Studium für Pflegeprofis
Studium für Pflegeprofis

Studium & Praxis vereinen? Bis zum 1. Oktober an der ehs Dresden für die innovativen pflegerischen Bachelor- & Masterstudiengänge bewerben!

Während die Polizei den Schaden an den Pkw auf rund 500 Euro beziffert, ist die Summe bei den Flugzeugen sogar vierstellig. Ein Doppelsitzer vom Typ Bocian erlitt Totalschaden, sein Wert wird mit 4.000 Euro angegeben. Ein Einsitzer vom Typ JeansAstir habe Schäden in Höhe von 1.500 Euro davongetragen.

Volker Wollert vom Luftsportverein ist empört über die sinnlose Zerstörungswut. „Was wir hier betreiben, ist unser Hobby. Und das ist nicht ganz billig. Außerdem kostet es viele Stunden Arbeit, die Flugbereitschaft der Maschinen wieder herzustellen.“ Diese Mühe wollen die Mitglieder des Vereins allerdings auf sich nehmen. Am Einsitzer wird schon gebaut. Und auch der eigentlich schon abgeschriebene Doppelsitzer, für den schon Ersatz beschafft wurde, soll nach und nach wieder in Gang gesetzt werden. 

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern laut Torsten Jahn weiter an. „Wir konnten am Tatort umfangreiche Spuren und Filmaufnahmen sichern. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen.“

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/niesky

Mehr zum Thema Niesky