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Riesiges Loch tut sich in der Straße auf

2000 Envia-Kunden waren nach dem Unwetter ohne Strom. Noch am Montagmorgen mussten viele Schäden behoben werden.

Auf der Harthaer Sonnenstraße hatte sich ein riesiges Loch in der Straße aufgetan.
Auf der Harthaer Sonnenstraße hatte sich ein riesiges Loch in der Straße aufgetan. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Nachdem in der Nacht zum Montag ein heftiges Gewitter mit starken Sturmböen über die Region hinweg gezogen war, sind am Morgen danach noch deutliche Spuren und Schäden zurückgeblieben. Die mussten von Freiwilligen Feuerwehren bis in den Montagmorgen hinein beseitigt werden.

Im Innenstadtgebiet von Döbeln wurden Stühle vor Restaurants und Cafés weggeweht, auch Mülltonnen blieben nicht dort, wo sie eigentlich sein sollten. Auf der Unnaer Straße und der Mastener Straße mussten die Helfer große umgestürzte Bäume entfernen.

 Die Bahnhofstraße musste beräumt werden, auch auf der Hainichener Straße gegenüber des Friedhofes und der Kleingartenanlage hatte der Sturm massive Äste abgerissen. Teilweise wurden parkende Autos beschädigt.

„Wir waren ab 21.30 bis morgens 3 Uhr unterwegs. Wir haben insgesamt 21 Einsätze abgearbeitet“, berichtet Steffen Janasek, Leiter der Limmritzer Wehr, der in der Unwetternacht die Einsatzleitung innehatte. 28 Kameraden der Döbelner Wehr und insgesamt 22 Feuerwehrleute aus Limmritz, Mochau und Ebersbach wurden zu Hilfe gerufen. 

Vor allem abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume mussten von Fahrbahnen beräumt werden. Aber auch zu einer heruntergerissenen Stromleitung und zu der überfluteten Mastener Straße mussten die Feuerwehrleute ausrücken. Dort konnte das Regenwasser nicht schnell genug ablaufen und staute sich auf der Fahrbahn.

Ein Baum war laut Polizei in Ziegra auf ein fahrendes Auto gestürzt. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt.

Nachdem sich auf der Harthaer Sonnenstraße ein riesiges Loch in der Straße aufgetan hatte, suchten Straßenbauarbeiter am Montagvormittag nach der Ursache. Vermutlich hatte der Starkregen die Straße unterspült. 
Nachdem sich auf der Harthaer Sonnenstraße ein riesiges Loch in der Straße aufgetan hatte, suchten Straßenbauarbeiter am Montagvormittag nach der Ursache. Vermutlich hatte der Starkregen die Straße unterspült.  © Dietmar Thomas

Noch am Montagvormittag mussten die Spuren des Unwetters an vielen Orten, auf und an Straßen sowie an Häusern beseitigt werden. In Döbeln waren Dachdecker zum Beispiel auf der Schlachthofstraße zugange, um Löcher in einem Dach zu stopfen. Auch vom Dach der Redaktion des Döbelner Anzeigers hatte es Dachziegel herunter geweht.

Im Untergeschoss des Döbelner Berufsschulzentrums war das Regenwasser durch die Abflüsse zurück ins Gebäude und in die Sanitäranlagen gedrückt worden, sodass der Hausmeister am ersten Tag des neuen Schuljahres den Flur trocken legen musste. Wie hoch der Schaden ist, war am Morgen noch nicht klar. Laut Schulleitung war das bisher noch nie vorgekommen.

Die Helfer aus Waldheim und den Ortsteilen waren bis 1 Uhr nachts unterwegs. Zahlreiche umgestürzte Bäume sorgten auch hier für Behinderungen und sogar für Vollsperrungen. So musste der Bauhof am Montagmorgen auf der Mortelstraße zahlreiche Äste und umgestürzte Bäume entfernen. Für die Arbeiten war die Straße zeitweise voll gesperrt.

Nicht zur Ruhe kamen auch die Kameraden der Harthaer Feuerwehr. Zwischen 22.15 und 3.30 Uhr waren sie mit allen Fahrzeugen zu rund 20 Einsätzen in der Stadt und in Steina unterwegs. „Dabei haben wir überwiegend umgestürzte Bäume beseitigt“, sagt Wehrleiter René Greif. Außerdem mussten die Feuerwehrleute die Sonnenstraße in Hartha sperren. 

Dort hatte sich, ohne erkennbaren äußeren Einfluss, ein großes Loch in der Fahrbahn aufgetan. Das hat einen Durchmesser von rund zwei Metern und ist etwa einen Meter tief. Mitarbeiter der Stadt, der Firma STI Bau und des Abwasserzweckverbandes „Untere Zschopau“ forschen nach der Ursache für den Einbruch der Straße.

Weil die Sonnenstraße in dem Bereich gesperrt bleiben muss, wurde die Haltestelle des Schülerverkehrs ersatzweise auf die Pestalozzistraße verlegt.

Die Roßweiner Feuerwehrleute waren nur kurz im eigenen Gebiet im Einsatz. Nachdem sie zwischen Niederforst und Ossig drei umgestürzte Pflaumenbäume beräumt hatten, fuhren sie mit der Drehleiter nach Döbeln, um die Kameraden bei der Beseitigung loser Dachziegel zu unterstützen. Insgesamt waren 13 Kameraden mit drei Fahrzeugen mehr als drei Stunden unterwegs.

Einige Stunden Stromausfall

Relativ glimpflich sind die Dörfer davongekommen, wobei auch dort einige Bäume umgestürzt waren. Die Großweitzschener Kameraden beseitigten solche zwischen Großweitzschen und dem Scheergrund sowie Westewitz und dem Scheergrund. Die Gleisberger rückten zum Wolfstal und auf die Wetterwitzer Straße in Gleisberg aus. Auch die Niederstriegiser und Zschaitzer Feuerwehrleute kümmerten sich um umgestürzte Bäume.

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Rund 2000 Kunden der EnviaM unter anderem im Raum Gersdorf, Brösen, Seifersdorf und Reinsdorf waren zeitweise ohne Strom, wie Pressesprecherin Evelyn Zaruba mitteilte. „Durch das Unwetter waren einige Leitungen unterbrochen. Unsere Mitarbeiter haben noch in der Nacht die meisten Schäden behoben, beziehungsweise Umschaltungen vorgenommen“, berichtete sie. Bis etwa 5.30 Uhr dauerte der Einsatz. „Es könnte sein, dass aufgrund von Reparaturarbeiten kurzzeitig Abschaltungen vorgenommen werden müssen“, kündigte Evelyn Zaruba noch an.

So wie hier an der Verbindungsspange Burgstraße – Bahnhofstraße sah es in Döbeln an vielen Orten aus. Viele Bäume und Äste hielten dem Sturm nicht stand.
So wie hier an der Verbindungsspange Burgstraße – Bahnhofstraße sah es in Döbeln an vielen Orten aus. Viele Bäume und Äste hielten dem Sturm nicht stand. © Dietmar Thomas

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