merken

Ringhotel-Zukunft ist weiter unklar

Der Reichenbacher Hof wurde gestern erneut nicht versteigert, weil kein Bieter genügend Geld bezahlen will.

Von Jenny Thümmler

Die Zwangsversteigerung des Reichenbacher Hofs hat noch immer kein Ende. Gestern wurde beim Verkündungstermin am Amtsgericht Görlitz der Zuschlag versagt. Das heißt, keines der eingereichten Gebote war der Gläubigerbank BAG hoch genug. Rechtlich gesehen kann sie auf sieben Zehntel des Verkehrswertes pochen, was 45 500 Euro entspricht. Bei der öffentlichen Verhandlung vor knapp zwei Wochen hatte es zwei Bieter gegeben, Höchstbietender war der Görlitzer Silesia-Hotelier Burkhard Kämmerer mit 37 500 Euro.

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Laut Gerichtssprecher Ulrich von Küster gibt es nach Ablauf einer Frist nun einen neuen Termin, wo erneut Gebote für den Reichenbacher Hof abgegeben werden können und sich möglicherweise auch weitere Interessenten finden. Er geht davon aus, dass es in ein bis drei Monaten einen erneuten Termin geben wird. Je länger das Prozedere dauere, desto geringer seien die Grenzen, ab welcher Summe ein Zuschlag erteilt werden müsse. „Es sollen ja die Interessen sowohl des Schuldners als auch des Gläubigers beachtet werden.“

Das ehemalige Ringhotel war in die Zwangsversteigerung geraten, weil der letzte Eigentümer Jens Träger seine Pläne aufgeben musste. Es wird mit mehreren Nebengebäuden und Freiflächen versteigert. Das Grundstück ist insgesamt fast 12 300 Quadratmeter groß.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.