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Riskante Überquerung

In Graupa fehlt ein sicherer Übergang für Fußgänger und Radfahrer. Aus dem Rathaus kommt ein Versprechen.

Von Mareike Huisinga

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Fußgänger und Radfahrer von Copitz nach Graupa haben es zunächst gut. Der Rad- und Fußweg führt südlich der Äußeren Pillnitzer Straße bis zur Kreuzung Lindenallee, Dietzmühlenweg. Doch dort – auf Höhe des Wasserwerks Tännicht – endet der Spaß. Denn hier ist Schluss mit der gut ausgebauten Trasse. Ein lediglich geschotterter Weg führt zwar noch weiter bis zur Bushaltestelle, dann beginnt das eigentliche Problem. Hier müssen die Passanten nämlich die Staatsstraße überqueren, um auf der anderen Seite an der Lindenallee in Richtung Graupa weiterzulaufen. „Es fehlt eindeutig eine sichere Überquerung“, sagt Gernot Heerde (parteilos), Ortsvorsteher von Graupa.

Er ist nicht der Einzige, der so denkt. Miranda Löhr aus Graupa fährt leidenschaftlich gerne Rad. Die Situation an der Kreuzung Lindenallee, Äußere Pillnitzer Straße kritisiert sie schon seit Langem. „Man kommt aus Pirna prima hier an und steht dann vor einer gefährlichen Situation“, sagt sie. Auch Brigitte Hummel aus Graupa hat ihre Schwierigkeiten, über die Straße zu gelangen. „Die Hauptstraße ist stark befahren. Aufgrund des Ausbaus der S 177 hat der Verkehr noch einmal zugenommen“, berichtet die ältere Dame. Hinzu käme, dass auf der Strecke zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Stundenkilometer gilt. „Aber längst nicht alle halten sich daran“, musste Brigitte Hummel schon öfter feststellen.

Die Grauperin Miranda Löhr nickt und denkt dabei auch an die Schulkinder aus Graupa, die das Herdergymnasium in Copitz besuchen. „Sie müssen am Tag zweimal diese gefährliche Stelle überqueren.“ Ebenso sind zahlreiche Radfahrer betroffen, denn über die Kreuzung verläuft die Fernradroute Bayreuth – Zittau. Sie kommt von Birkwitz und führt weiter in Richtung Bonnewitz. Fazit: Einig ist man sich in Graupa, dass an dieser Stelle mehr Sicherheit herrschen muss. Die Vorstellung darüber, wie das zu geschehen habe, gehen allerdings weit auseinander. Während sich Brigitte Hummel eine Fußgängerampel wünscht, plädiert Miranda Löhr für eine Art Brücke über die Staatsstraße für Fußgänger und Radfahrer. Der Ortschaftsrat hingegen ist für den Bau eines Kreisverkehrs mit Fuß- und Radweg. „Der Platz an dieser Kreuzung ist dafür vorhanden, es wäre die sicherste Variante für alle“, sagt Gernot Heerde. Natürlich käme auch ein Zebrastreifen infrage. Eine Option, mit der Gernot Heerde und die Ratsmitglieder eher Bauchschmerzen hätten. „Ein Fußgängerüberweg verleitet die Passanten oft zu einer vermeintlichen Sicherheit, weil sie denken, die Autos halten garantiert. Leider ist dem nicht so. Manche Autofahrer fahren einfach weiter und achten nicht darauf, dass die Fußgänger Vorrang haben“, erklärt Heerde.

Zuständig für den Abschnitt ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden. Hier kommen die Graupaer mit ihren Vorschlägen allerdings schlecht an. Derzeit bestünden keine Aus- oder Umbauplanungen für die Kreuzung bei Graupa, teilt Pressesprecher Peter Welp mit.

Trotz dieser Ablehnung wollen die Graupaer für eine sicherere Kreuzung weiterkämpfen. „Bis dahin wäre es sinnvoll, dass an dieser Stelle zumindest Schilder aufgestellt werden, die Autofahrer auf querende Fußgänger oder Radfahrer hinweisen“, sagt Heerde.

Für die Beschilderung ist die Verkehrsbehörde der Stadt Pirna verantwortlich. Und die macht Hoffnung. „Wir finden, dass es mit Schildern nicht getan ist“, sagt Stadtsprecher Thomas Gockel. Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Pirna ist festgehalten, dass an dieser Stelle die Situation verbessert werden muss, so Gockel. Der Plan wird in diesem Jahr beschlossen. „Dann setzen wir uns mit den anderen zuständigen Behörden an einen Tisch, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, berichtet er.

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