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Dresden

Rochade im Dresdner Rathaus

Seit dem Weggang von Hartmut Vorjohann (CDU) leitet Peter Lames (SPD) den Bereich Bildung. Warum sich das schon wieder ändert.

Finanzminister Hartmut Vorjohann.
Finanzminister Hartmut Vorjohann. © Jürgen Lösel

Dresden. Ende 2019 wurde Hartmut Vorjohann (CDU) zum Finanzminister ins Kabinett von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) berufen.

Vorjohann war zuvor Dresdens Bildungsbürgermeister. Den Part hat Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) zusätzlich übernommen. Doch zum 1. März gibt er den Bildungsbereich an Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) ab. Was hinter der Rochade steckt.

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Schulen, Kitas, Jugend - dieser Bereich wurde vor wenigen Jahren neu geschaffen, um Bildung unter einem Dach zu haben. Seit dem Weggang von Vorjohann wird darüber diskutiert, wer auf ihn folgt.

Doch das Ressort muss auch in der Übergangszeit, die wahrscheinlich bis Juli dauert, geführt werden. Lames wollte nach SZ-Informationen nicht mehr zuständig sein. Grund dafür ist, dass er als Finanzbürgermeister gerade den Haushalt für 2021 und 2022 aufstellen muss.

Denn die meisten Gelder für Investitionen fließen in Schulen und Kitas. Es herrscht Einigkeit darüber, dass Bildung höchste Priorität in Dresden hat. Lames müsste sozusagen mit sich selber verhandeln, wenn er einerseits als Übergangs-Bildungsbürgermeister Geld für Schulen und Kitas fordert und das beim Finanzbürgermeister, also sich selbst, durchsetzen will. 

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (CDU), Sittel und Lames haben sich einvernehmlich darauf verständigt, bestätigt Rathaussprecher Kai Schulz auf SZ-Anfrage. Das war bei vorherigen Wechseln nicht so. Amtsleiter und Stadtrat waren von Hilberts "Personal-Karussel" nicht begeistert.

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