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Rochlitz feiert seine Fürsten

Zwei Tage lang herrschte Ausnahmezustand in der Stadt und dem benachbarten Seelitz.

Von Alexander Christoph

Tausende Menschen strömen durch die Rochlitzer Innenstadt, vorbei an historischen Marktständen, vorbei an Lagern, wo Ritter in Rüstungen sich mit Met zuprosten, vorbei an einem Schmied, der mit dem Schürhaken für die richtige Glut sorgt. An der anderen Ecke des Marktplatz speit ein Drache Feuer.

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Tag der offenen Scheune
Tag der offenen Scheune

am 3. Oktober 2020 auf dem Gut Haferkorn in Leisnig. Unsere Partner werden im Zelt anwesend sein und für Gespräche bereit stehen. Eintritt ist kostenfrei!

Kaum eine Stunde zuvor zogen noch 35 sächsische Markgrafen, Fürsten und Könige hoch zu Roß durch die Stadt bis nach Seelitz – Menschentrauben säumen den Weg, zücken ihre Kameras, um den Moment festzuhalten, an dem die Herrschaften mit ihrem Gefolge vorbeiziehen. Das ist Geschichte zum Erleben, auch wenn das Leben im Mittelalter ein völlig anderes war, als das Dargestellte. Doch die Folklore zieht Massen an.

Warum fasziniert ein derartiges Spektakel die Menschen?

Sind es die Stücke, die die Darsteller in historischen Kostümen auf die Bühnen bringen? Ist es das Rahmenprogramm mit Kinderschminken, Kinderkarussell und Ponyreiten? Ist es das kulinarische Angebot? „Es ist das ganze Ambiente“, bringt es die 70-jährige Irmhild Schapke aus Geithain auf den Punkt und bedauert zugleich, so wenig über die einstigen Herrscher zu wissen. „Man merkt die Lücken, die will ich aber jetzt nach und nach schließen“, sagt die Seniorin und strahlt. (FP)