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"Baden verboten - Kopfschütteln erlaubt"

Trotz Corona oder gerade deshalb: Am Sonnabend wird im Jonsdorfer Gebirgsbad gerockt. Um die Regeln einzuhalten, hat der Schwimmmeister eine geniale Idee.

Schwimmmeister Ronny Richter freut sich auf die Rocknacht am Sonnabend.
Schwimmmeister Ronny Richter freut sich auf die Rocknacht am Sonnabend. © Matthias Weber/photoweber.de

Das Wetter soll traumhaft werden - und die Fete soll steigen! Ronny Richter will endlich mal wieder feiern. Und nicht nur er. "Es wird doch langsam Zeit, dass wir alle wieder ein bisschen mehr Lebensfreude genießen können", sagt Richter, der Schwimmmeister vom Jonsdorfer Gebirgsbad.

Und so wird es trotz oder gerade wegen Corona an diesem Sonnabend die zweite Auflage des kleinen Rockfestivals "Rock im Bad" geben - eine Veranstaltung, die nach der Premiere im letzten Sommer durchaus das Zeug zum Kultstatus hat.

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Ronny Richter, selber Rockfan und Schlagzeuger in der Oberlausitzer Rockband-Szene hat befreundete Bands aus der Region eingeladen: die Jonsdorfer Flintstones, die Rock-Coverbands Mr. Creamy und RamRoad und die Extrem-Metal-Band Neozoen. 

"Baden verboten - Kopfschütteln erlaubt", ist das Motto, das Ronny Richter für den Abend ausgegeben hat. Getanzt werden darf an diesem Abend allerdings wirklich nur mit den Köpfen. So steht es in den Auflagen des Gesundheitsamts. "Ich hoffe, dass sich da auch alle Gäste dran halten werden", sagt der Schwimmmeister. "Sonst könnte der Spaß für uns alle auch ganz schnell vorbei sein."

Die Bühne wird mitten im Wasser gebaut

Als Veranstalter muss Ronny Richter dafür sorgen, dass das Hygienekonzept und alle Auflagen auch wirklich eingehalten werden. "Wir haben uns ziemlich lange den Kopf darüber zerbrochen, wie wir das unter den Corona-Bedingungen überhaupt hinbekommen", erzählt der 40-Jährige. 

Maximal 500 Besucher darf er an diesem Abend einlassen. Sie werden am Eingang gezählt. Damit sie auch gebührend Abstand halten, wird der Schwimmmeister Kreidekreise auf den Boden malen. "In die dürfen sich dann immer nur die Leute zusammen stellen, die auch zusammen gehören", erklärt er. Und er werde auch überall Desinfektionsmittelspender anbringen.

Um den Abstand zur Bühne ohne hässliche Absperrgitter gewährleisten zu können, hat Ronny Richter eine wirklich geniale Idee: "Wir bauen einfach eine Seebühne - mitten ins Schwimmbecken." Die für solche Veranstaltungen übliche Bühnenkonstruktion brauchte dafür nur ein paar längere Beine. Wie auf Stelzen wird das Podest am Sonnabend 30 Zentimeter aus dem Wasser ragen. Die Musiker kommen über einen Steg direkt aus dem Backstage-Bereich hinüber.

Weniger Badegäste wegen Corona

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Die Corona-Krise hat sich in diesem Sommer auch auf den Besucherandrang im Jonsdorfer Gebirgsbad ausgewirkt. Es kommen viel weniger Badegäste als sonst - selbst bei schönstem Wetter, sagt Ronny Richter. Im vorigen Jahr hatte der Schwimmmeister um diese Zeit bereits 4.000 Besucher mehr gezählt. "Das ist sehr schade", sagt er. Die Hygienevorschriften einzuhalten, sei im Bad völlig unkompliziert. 

"Rock im Bad" am Sonnabend, dem 8. August. Die erste Band spielt ab 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro.

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