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Röderau ist kein Sanierungsfall mehr

Zehn Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren in die Ortsmitte investiert, Häuser und Wege erneuert.

Mit der Aufhebung der Sanierungssatzung für die Ortsmitte Röderau durch den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates wurde vor wenigen Tagen das Sanierungsgebiet förmlich beendet. Die entsprechenden Einträge in den Grundbüchern der betroffenen Hausbesitzer werden jetzt durch die Gemeindeverwaltung automatisch gelöscht und die letzten Ausgleichsbeiträge fällig, sagte Bauamtsleiter Holger Koßwig. Jedoch hätten viele Röderauer seit 2011 bereits vorfristig bezahlt, um in den Genuss von zehn bis 15 Prozent Rabatt zu kommen.

Bereits im Jahr 1991 wurde die Sanierungssatzung „Ortsmitte“ Röderau beschlossen, weil der Ortskern zum damaligen Zeitpunkt städtebauliche Mängel und Missstände aufwies, die im Rahmen eines Sanierungsverfahrens und mit der möglichen Inanspruchnahme von Fördermitteln beseitigt werden sollten. 60 Prozent der Hauptgebäude und ein Drittel der Nebengebäude waren damals leicht bis schwer geschädigt, zählt die Gemeindeverwaltung Zeithain auf. Das Gebiet war zudem durch starke Lärmemission an der Riesaer, der Zeithainer und der Gohliser Straße belastet, auch der Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie die Grünzonen waren unzureichend. Und dennoch sah man durch den noch erhaltenen Ortskern und die Nähe zu Riesa die Chancen einer Entwicklung zu einem attraktiven Wohnstandort. Und nach Abschluss des Verfahrens könne die Gemeinde tatsächlich auf gute Ergebnisse verweisen, heißt es.

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So wurden in den vergangenen 13 Jahren insgesamt 60 private Wohngebäude modernisiert und instand gesetzt sowie Neubauten, wie zum Beispiel das betreute Wohnen am Dorfplatz, errichtet. Im Gegensatz dazu wurden aber auch insgesamt 27 alte Gemäuer abgerissen – vor allem im Bereich der Alten Hauptstraße, um dort neues Wohnbauland zu schaffen. Zudem wurden bis auf die Promnitzer Straße alle Straßen, Wege und Plätze saniert und neu gestaltet, auch Stellflächen am Dorfplatz und in der Zeithainer Straße entstanden. Im Zentrum von Röderau siedelten sich außerdem eine Arztpraxis, eine Apotheke und ein Bäckercafé an, und auch die Kita wurde saniert.

Insgesamt wurden laut Bauamt knapp zehn Millionen Euro in die Dorfmitte investiert, knapp die Hälfte davon wurde gefördert. Bund und Land beteiligten sich an dieser Summe mit insgesamt über drei Million Euro. (SZ/ste)