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Röntgen-CD für die Patienten

Medizin. Im Radeberger Krankenhaus werden Röntgenaufnahmen jetzt digital erstellt und archiviert.

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Von Jens Fritzsche

Radeberg. Gut eine halbe Million Euro hat das Radeberger Krankenhaus in ein voll digitalisiertes Röntgensystem investiert. Damit gehören hier nun die aufwendigen und kostspieligen Röntgenfilme der Vergangenheit an. Patienten, die eine Röntgenaufnahme nun mit nach Hause nehmen, bekommen in Radeberg also ab sofort eine CD, auf der das Bild digital gespeichert ist.

„Wir haben bereits im April mit der Umrüstung begonnen, jetzt ist die Einlaufphase abgeschlossen“, freut sich Chefarzt Dr. Matthias Czech über die Neuerung. Einer der größten Vorteile ist dabei die platzsparende Archivierung der Röntgenaufnahmen. Denn bei gut einhundert Röntgenbildern pro Tag, „braucht es schon einen großen Raum, um die Filme aufzubewahren“, beschreibt er. Zudem ist dann eine Suche nach speziellen Aufnahmen sehr aufwendig. „Das geht nun alles am Computer in Sekundenschnelle“, ist Dr. Czech begeistert. Dazu musste die Asklepios-ASB-Klinik allerdings jede Menge neuer Technik anschaffen. Röntgengeräte, die mit digitaler Technik arbeiten zum Beispiel, aber auch zahlreiche neue hoch auflösende Hochleistungs-Computer-Bildschirme. „Dadurch ist die Erkennbarkeit der Bilder aber wesentlich besser als bei den herkömmlichen Röntgenfilmen“, beschreibt der Chefarzt.

Vorteile gibt es aber auch für die Patienten. „Viele Leute haben ja noch immer Furcht vor Röntgenstrahlung“, weiß Dr. Czech. Eine eher unbegründete Angst, fügt er an. „Denn beim derzeitigen Sonnenwetter ist die natürliche Strahlung, die unsere Haut verarbeiten muss, wesentlich höher, als bei einer Röntgenaufnahme.“ Dennoch kann die Röntgen-Strahlung durch die neue digitale Technik noch einmal um ein Vielfaches gesenkt werden, sagt der Chefarzt.

Mit der neuen Technik ist die Radeberger Klinik nun wieder ein Stück Vorreiter. „Wir sind zwar nicht die Ersten, aber dennoch eine der ersten Kliniken im Umkreis, die mit dieser Technologie arbeiten“, zeigt sich Dr. Czech durchaus ein Stück Stolz. Zudem sei es ein weitererer wichtiger Mosaikstein, um letztlich mehr Zeit für die Patienten zu haben – aber auch, um die Zeit für die Behandlung effektiver zu nutzen. Denn neben den Röntgen-Befunden werden in Radeberg beispielsweise auch zahlreiche Laborbefunde digital gespeichert, und auch die Ergebnisse endoskopischer Untersuchungen werden auf diese Weise archiviert. „Die Computertechnik ermöglicht dann einen sehr schnellen Zugriff auf die Daten, was uns die Arbeit erleichtert“, so Dr. Czech abschließend.