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Riesa

Rohrspülung in der Kritik

Vor der Arena fließende Tausende Liter Wasser vom Hydranten ins Abwassernetz. Ein künftiger Stadtrat hält das für Frevel.

Joachim Wittenbecher (AfD) findet: Dieses Wasser hätte ans Stadtgrün gehört, nicht in den Gully.
Joachim Wittenbecher (AfD) findet: Dieses Wasser hätte ans Stadtgrün gehört, nicht in den Gully. © Eric Weser

Riesa. Das war eine Umweltsünde, findet Joachim Wittenbecher. Zufällig hatte der künftige AfD-Stadtrat am Donnerstag von Rohrspülarbeiten vor der Arena erfahren. Dass dort Tausende Liter Wasser aus einem Hydranten direkt in die Kanalisation geleitet wurden, sieht Wittenbecher kritisch. Stattdessen hätte damit das dürstende Stadtgrün bewässert werden sollen.

„Das wäre eine denkbare Lösung gewesen, das muss man einräumen“, sagt Volkmar Göthe, Prokurist der Wasserversorgung Riesa-Großenhain (WRG), die die Spülung durchgeführt hat. Man sei in dem Fall einer Aufforderung der Stadt gefolgt, Wasser bei derlei Arbeiten schadlos abzuleiten, sprich: in den Kanal. Hintergrund dafür seien Anwohnerbeschwerden gewesen, als die Wasserversorgung kürzlich Wasser nach dem Rohrbruch an der Breitscheidstraße auf eine Wiese geleitet hatte.

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Zur Spülung an der Arena erklärt Volkmar Göthe, dass diese zur Vorbereitung für den Tag der Sachsen diente. Bei dem Fest solle das Hydrantensystem zur Trinkwasserversorgung genutzt werden, etwa für Imbisse oder Bühnen. Von 25 dafür ausgewählten Hydranten im Stadtgebiet hätten 23 eine erste mikrobiologische Untersuchung bestanden; der vor der Arena und ein weiterer am Rathausplatz aber nicht. Deswegen habe gespült werden müssen. 

Geschätzt bis zu 9.000 Liter seien an der Arena durch die Leitung gelaufen. Nun prüfe das Gesundheitsamt erneut, Ergebnisse soll es nächste Woche geben. Sollten die Werte unter der Norm liegen, könne man bei einer erneuten Spülung darüber nachdenken, das Wasser zur Bewässerung einzusetzen, so Göthe. Dafür müsse man sich dann mit der Stadt abstimmen, denn Gießen sei keine Aufgabe der WRG. (SZ/ewe)