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Rokoko-Kostüme und Mozart-Arien

Mit „Amadeus“ feiert am Samstag ein opulent ausgestattetes Rachedrama Premiere im Theater. Es gibt nur wenige Vorstellungen.

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Von Jan Lange

Dass er einmal ein Theaterstück über Mozart inszenieren wird, hätte Michael Funke in seiner Jugend nie gedacht. Während seine Eltern große Mozart-Liebhaber waren, fand er die Musik furchtbar. „Ich stand eher auf Black Sabbath oder Leonard Cohen“, erzählt der Theaterregisseur. „Mozart habe ich nicht zur Kenntnis genommen.“ Erst mit Anfang 30 habe er immer mehr Interesse an klassischer Musik gezeigt und letztlich auch Mozart schätzen gelernt. Die meisten Stücke des Salzburger Musikgenies, die im Theaterstück „Amadeus“ zu hören sein werden, finde er beeindruckend. „Ich hoffe, dass wir den Leuten nahebringen können, sich wieder mal Mozart anzuhören“, so Funke. Am Samstag kann man erstmals das Mozart-Stück „Amadeus“ erleben. Es ist eines der erfolgreichsten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Am Broadway in New York wurde es über 1 000 Mal gespielt und mit dem Tony Award prämiert. Nun hat sich ihm Michael Funke angenommen. Der Bautzener Regisseur ist kein Unbekannter in Zittau, seit 2000 hat er hier regelmäßig inszeniert – so unter anderem „Einer flog übers Kuckucksnest“ und „Vor Sonnenaufgang“. Seine letzte Zittauer Inszenierung liegt allerdings fünf Jahre zurück. Viele freuen sich deshalb auf seine Rückkehr mit „Amadeus“. Auf der Bühne sorgen fantastische Kostüme und das spielfreudige Ensemble für Begeisterung. Die Ausstattung im Rokoko-Stil stammt von Bühnen- und Kostümbildnerin Elzbieta Terlikowska-Misiak, die in Zittau unter anderem für die »Zimtläden« verantwortlich war. Mozarts Arien werden von Sopranistin Manuela Fraikin live gesungen.

Hauptfigur ist der junge und ehrgeizige Antonio Salieri (Christian Ruth), der im ausklingenden 18. Jahrhundert binnen kürzester Zeit zum erfolgreichen Kapellmeister am Wiener Hof aufsteigt. Salieri würde alle erträumten Ziele erreichen, wäre da nicht das seit Kindertagen umjubelte Genie Wolfgang Amadeus Mozart (Stefan Sieh). Ein ungleicher Wettstreit beginnt. Wer sich „Amadeus“ anschauen will, muss sich beeilen. Von dieser Produktion gibt es wegen des bevorstehenden Intendantenwechsels nur sieben Vorstellungen.

Premiere feiert „Amadeus“ am 6. April um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen gibt es am 10., 13. und 19. April jeweils um 19.30 Uhr sowie am 14. April um 15 Uhr.