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Eltern wollen Massentest an Grundschule Roßwein

Anordnen kann das nur das Gesundheitsamt. Zwei Abstriche stehen in der Stadt noch aus.

Die Eltern der Grundschüler, die zurzeit wegen Bauarbeiten im Fachzentrum Metall unterrichtet werden, wollen Tests.
Die Eltern der Grundschüler, die zurzeit wegen Bauarbeiten im Fachzentrum Metall unterrichtet werden, wollen Tests. © Erik-Holm Langhof

Roßwein/Mittelsachsen. Nach Corona-Fällen am Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg wurden alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Hauses auf das Virus getestet. Einen ähnlichen Massentest wünschen sich offenbar auch viele Eltern für die Grundschule "Am Weinberg" in Roßwein.

Wie Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auf der Homepage der Stadt-Seite schreibt, habe es in den vergangenen Tagen oft die Frage gegeben, warum nicht alle Schüler der Grundschule getestet werden. "Die Entscheidung hierfür trifft ausschließlich das Gesundheitsamt", so Lindner.

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Die Behörde würde jedoch nur die Erstkontakte der Verdachtsfälle überprüfen. Für weitere Testmöglichkeiten werden die Eltern an die Ambulanzen in Freiberg sowie in Rochlitz und die Hausärzte verwiesen. "Das Gesundheitsamt testet Kontaktpersonen. Die Tests werden nach Ermessen durchgeführt", ergänzte Kreissprecher André Kaiser. 

Noch zwei Abstriche in Roßwein

Aus Sicht des Gesundheitsamtes waren zum Stand am Mittwochnachmittag keine weiteren Tests in Roßwein erforderlich. Lediglich bei zwei Personen seien am Donnerstag noch Abstriche vorgesehen, sagte Kaiser aus Nachfrage.

Alle Tests, die bisher in Roßwein durchgeführt worden sind, sind ausgewertet worden. Weitere positive Fälle hatte es dabei nicht gegeben. Um abzusichern, dass Personen, die besonders engen Kontakt zu Infizierten haben, sich im Nachhinein nicht doch angesteckt haben, erhalten diese einen zweiten Abstrich, informierte der Kreissprecher.

Einige Arbeitgeber fordern Nachweis

In den meisten Hausarzt-Praxen in Roßwein hat es in den vergangenen Tagen allerdings keinen größeren Ansturm aufgrund der Corona-Fälle an der Grundschule "Am Weinberg" gegeben. Lediglich in der Praxis von Dr. Urs Patrick Frey waren insbesondere am Dienstag vermehrt Anfragen zu diesem Thema verzeichnet worden. "Einige brauchten den Nachweis auch für den Arbeitgeber", so eine Schwester am Mittwochvormittag.

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Mit entsprechender Schutzausrüstung würden die Tests vor Ort in der Praxis gemacht. Die meisten Personen seien jedoch ohne Kontakt zu den Betroffenen gewesen und hätten keine Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung gezeigt. "Wer Symptome hat, den verweisen wir an das Gesundheitsamt", informierte die Schwester weiter.

Testergebnis für Niederstriegis liegt vor

Aufatmen heißt es in der Kita "Striegiszwerge" in Niederstriegis: Dort wurde am Dienstag auf das Ergebnis des Tests eines Kindes gewartet, das Geschwisterkind eines positiv getesteten Hortkindes aus Roßwein ist.

Doch am Mittwoch konnte Leiterin Christine Fiedler Entwarnung geben: Die Lage sei gut, der Test negativ ausgefallen. Damit kann der eingeschränkte Regelbetrieb wie gewohnt weitergehen.

Obwohl es bislang bei den drei bestätigten Fällen in Roßwein geblieben ist und alle weiteren Tests negativ ausgefallen sind, hält die Stadt bis zum 30. Juni an der Aussetzung des Schulbetriebes und der Hortbetreuung fest. „Ein Übergriff auf weitere Kindereinrichtungen der Stadt ist gegenwärtig nicht zu erkennen, da der unmittelbar betroffene Personenkreis unter Quarantäne gestellt wurde“, sagte Lindner.

 Eltern müssen jedoch weiterhin mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass ihr Kind „keine der bekannten Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion, insbesondere wiederholtes Husten, Fieber oder Halsschmerzen, aufweist“.

74 Mittelsachsen neu in Quarantäne

Auch die weiteren Corona-Tests, die bis Mittwoch ausgewertet worden sind, waren negativ. Die Zahl der Nachweise des Coronavirus in Mittelsachsen liegt wie am Dienstag bei 298.

 Offen sind allerdings noch Ergebnisse von Tests, die im Rahmen der positiven Nachweise bei Schülern an der Ober- und Grundschule in Penig sowie am Gymnasium in Flöha durchgeführt worden sind.

 Erhöht hat sich die Zahl derjenigen, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurden. Betroffen sind davon seit Beginn der Pandemie im März inzwischen 1.268 Personen. Am Dienstag waren es noch 1.194, also 74 weniger. 964 Personen konnten die Quarantäne inzwischen wieder verlassen.

(Der Beitrag wurde am 24. Juni um 18.40 Uhr aktualisiert.)

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