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Roßwein sucht Streitschlichter

Die Amtszeit des Friedensrichters geht zu Ende. Wer Vermittlungsgeschick hat, kann in seine Fußstapfen treten.

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Von Heike Heisig

Wenn zwei sich streiten, hilft manchmal nur ein Dritter, der mit neutralem Blick von außen auf die häufig verfahrene Situation schaut. So eine Person ist oft der Friedensrichter. Auch Roßwein hat einen solchen. Seine Amtszeit endet. Deshalb ist der Schiedsamtsbezirk Roßwein, zu den auch die Ortschaften gehören, zum Oktober dieses Jahres neu zu besetzen.

Was zu den Aufgaben des Friedensrichters gehört, erklärt Michaela Neubert, die Roßweiner Hauptamtsleiterin: „Seine Aufgabe besteht darin, kleinere Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zu schlichten.“ Die Probleme können vermögens- oder strafrechtlicher Art sein. Der ehrenamtliche Richter darf sich zum Beispiel der Streitigkeiten unter Nachbarn oder mit dem Vermieter annehmen. Genauso können Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Beleidigung oder Sachbeschädigung Verhandlungsgegenstand sein. Am Ende soll es zu einem Vergleich kommen, mit dem günstigstenfalls beide Parteien einverstanden sind. Die im Verfahren ausgehandelten Auflagen sind auch von allen Beteiligten zu erfüllen.

Ein Verfahren vor dem Friedensrichter soll den Weg zum Gericht überflüssig machen. Es ist in den meisten Fällen kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren und dauert in der Regel auch nicht so lange wie eine Auseinandersetzung beim Gericht.

Ein Friedensrichter wird für fünf Jahre von den Stadträten gewählt – eine erneute Bewerbung ist möglich – und vom zuständigen Amtsgerichtsdirektor in sein Ehrenamt berufen. Der Friedensrichter, der für Roßwein im Einsatz ist, heißt Jörg Gobsch. Er bringt seine zweite Amtszeit zu Ende.

Wer sich für die Aufgabe interessiert und mehr darüber wissen möchte, kann sich unter Tel. 034322 46610 an Michaela Neubert wenden. Bewerber müssen mindesten 30 Jahre alt sein, in Roßwein wohnen und ihr Interesse bis spätestens 1. September schriftlich bekunden.