merken
PLUS

Döbeln

Roßweiner Rettungsgerät knackt auch stabile Fahrzeuge

Feuerwehrleute aller sieben Ortswehren üben den Umgang mit Schere und Spreizer. Das kommt Verunglückten zugute.

Bei der Firma Kemming in Haßlau durften Feuerwehrleute der Roßweiner Ortswehren den Umgang mit dem neuen hydraulischen Rettungsgerät trainieren.
Bei der Firma Kemming in Haßlau durften Feuerwehrleute der Roßweiner Ortswehren den Umgang mit dem neuen hydraulischen Rettungsgerät trainieren. © Lars Halbauer

Roßwein/Hartha. Wer nach einem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt ist, der braucht schnell professionelle Hilfe. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass die Retter rasch zur Stelle sind, sondern auch die entsprechende Technik einsetzen können.

Die der Roßweiner Feuerwehr hatte bislang zwischen 23 und 27 Jahren auf dem „Buckel“. Daher hat die Kommune zu Jahresbeginn ein Kombigerät mit Schere und Spreizer, einer Extra-Schere und einem Rettungszylinder angeschafft. 

Anzeige
Der perfekte Ort für (D)eine Ausbildung!

Das Autohaus Dresden bildet sowohl kaufmännisch als auch handwerklich aus - und kümmert sich im besonderen Maße um seine Schützlinge.

Damit machten sich jetzt Feuerwehrleute aller sieben Ortswehren vertraut. Denn bei Unfällen – ob auf Autobahnen, Staatsstraßen oder den Ortsverbindungen – überall müssen die Ehrenamtlichen zur Stelle sein und Hand in Hand arbeiten.

Mit der neuen Technik ist die Feuerwehr Roßwein gut aufgestellt, bestätigt Wehrleiter René Bernhard. Immerhin seien die Geräte viel kräftiger als die alten. Das sollten sie vor allem deshalb sein, weil sich die Fahrzeugbranche unwahrscheinlich schnell entwickelt, die Fahrzeuge immer sicherer, damit aber auch stabiler werden. 

So bringt das neue Kombigerät eine Kraft von 36 Tonnen auf, die Schere sogar von 140 Tonnen. Und mit 16 Tonnen arbeitet der Rettungszylinder. Mit diesem können sich die Helfer Platz verschaffen, wenn sie sich in dem verunglückten Fahrzeug zu dem oder den Verletzten vorarbeiten.

Solche Situationen nachzustellen, gelingt zu Übungszwecken wirklich selten. „Deshalb sind wir dem Haßlauer Unternehmen Kemming wirklich dankbar dafür, das es uns zwei Fahrzeuge dafür zur Verfügung gestellt hat“, so René Bernhard.

Die neue Technik für die Feuerwehr Roßwein hat knapp 24.000 Euro gekostet. Nur ein Viertel musste die Kommune dafür selbst zahlen. Den Großteil der Kosten hat das Land Sachsen gefördert.