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Rote Karte vom Denkmalschutz

Turnhalle statt Bauhof: Kreba-Neudorf muss das Neubauprojekt noch einmal verändern. Das hat einen Grund.

Dort, wo im Hintergrund noch der Bauhof erkennbar ist, soll in Kreba-Neudorf die neue Turnhalle entstehen.
Dort, wo im Hintergrund noch der Bauhof erkennbar ist, soll in Kreba-Neudorf die neue Turnhalle entstehen. © André Schulze

Der Startschuss für den Bau der neuen Turnhalle verzögert sich weiter. Eigentlich sollte das Projekt schon lange begonnen sein. Doch weil die Fördermittelgeber ein barrierefreies Gebäude forderten und damit die sich ursprünglich über zwei Etagen erstreckenden Funktionsräume ebenerdig angeordnet werden mussten, zeigten sich Anfang des Jahres die ersten Bremsspuren für das Vorhaben.

Umplanungen ergaben eine um sieben Meter größere Länge des Baukörpers. Dies jedoch war der Denkmalschutzbehörde suspekt. Ihr Argument: Die neue Turnhalle würde den denkmalgeschützten Schlosspark in seiner Gesamterscheinung beeinträchtigen und im Verhältnis zum Schloss selbst einen zu großen Platz einnehmen. Bürgermeister Dirk Naumburger, der bisher schon jede Menge Zeit und Nerven investiert hatte, wollte dies jedoch nicht auf sich beruhen lassen und brachte alle Seiten zu einem Kompromiss. Demnach kann die Planung in ihrer letzten Fassung so beibehalten werden, der Standort aber wird sich ändern. So muss die Gemeinde Kreba-Neudorf das Gebäude des Bauhofes abreißen lassen, um Platz zu schaffen für die neue Turnhalle. Damit befindet sich die seitliche Flanke des Neubaus künftig auf einer Linie mit der Front des Schlosses. Naumburger sieht – abgesehen von der zeitlichen Verzögerung – auch Vorteile für die geänderte Variante. Die beiden wohl wichtigsten: Durch die Auflagen des Denkmalschutzes können dadurch bedingte Mehrkosten beim Fördermittelgeber geltend gemacht werden. Und: Die Behörde hat zugesagt, die Gemeinde bei der Sanierung der Orangerie zu unterstützen. „Dieses Gebäude wollen wir künftig als Gewächshaus für die Schule nutzen“, so der Bürgermeister. Hier sollen die Kinder Obst und Gemüse in mobilen Hochbeeten kultivieren.

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In Kürze wird in der Gemeindeverwaltung die finale Baugenehmigung erwartet. Danach muss das alte Bauhofgebäude beseitigt werden, ehe für reichlich eine halbe Million Euro der Rohbau der Turnhalle entstehen kann. Wann der Gesamtkomplex fertig sein wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Dirk Naumburger geht von einer Bauzeit bis zu eineinhalb Jahren aus. Die Gerätschaften des Bauhofes werden an verschiedenen Standorten untergebracht.

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