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Roter Flitzer rollt jetzt durch Bischofswerda

Kerstin Lins gewinnt den Hauptpreis der Tombola, einen Mazda. Ein halbes Jahr lang darf sie den jetzt fahren.

© Regina Berger

Von Ingolf Reinsch

Zwei Lose hatte Kerstin Lins beim Bischofswerdaer Stadtfest gekauft. Das mit der Nummer 0948 brachte ihr den Hauptgewinn der Tombola – einen Mazda 3, 165 PS und Sportausstattung. Den heimlichen Wunsch habe sie schon gehabt, das Auto zu gewinnen, sagte die 33-Jährige nach der Verlosung am Sonntagabend der SZ. Doch so richtig daran geglaubt, dass von den rund 1 800 verkauften Losen ausgerechnet ihre Nummer gezogen wird, habe sie nicht.

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Die erste Tour in dem sportlichen Flitzer wird wohl ein Ausflug mit der Familie werden, sagt die Mutter von zwei Kindern, die drei Jahre sowie zehn Monate alt sind. Zur Arbeit nach Görlitz, wo die Bischofswerdaerin an einem Gymnasium unterrichtet, will sie trotz des Gewinns weiterhin mit dem Zug pendeln. „Es ist sicherer und entspannender, mit dem Zug zu fahren“, sagt sie. Ein halbes Jahr lang darf sie das von Winter Automobilpartner bereitgestellte Fahrzeug nutzen. Das Autohaus zahlt die Kfz-Steuer und die Versicherung, Kerstin Lins den Sprit.

Bereits vor einem Jahr hatte das Unternehmen den Hauptpreis der Stadtfest-Tombola gesponsert: einen Opel Adam für ein Jahr. Der damalige Gewinner Maik Reinholz aus Bischofswerda ist 4 500 Kilometer damit gefahren. Jetzt steht das Fahrzeug im Bischofswerdaer Autohaus Richter und wird in allen vier zur Unternehmensgruppe gehörenden Häusern zum Verkauf angeboten, sagte Inhaber Heiko Winter gestern auf Anfrage der SZ. Dass in diesem Jahr ein größerer Mazda verlost worden ist, sei kein Zufall. „Seit zehn Jahren führen wir auch diese Marke in unseren Autohäusern“, sagte Heiko Winter.

Mit einem Los für zwei Euro konnten Besucher der Schiebocker Tage die Finanzierung des Stadtfestes unterstützen. Wer gewinnen wollte, war gut beraten, die Teilnahmebedingungen auf der Rückseite des Loses zu lesen. Gewinnen konnte demnach nur, wer zur Verlosung am Sonntagabend „persönlich anwesend“ war und seinen Gewinn „persönlich entgegennehmen“ konnte. So fand das Auto erst im dritten Anlauf seine neue Besitzerin. Bei den beiden Losnummern, die zuvor gezogen worden waren, meldete sich niemand. Daraufhin verfiel der Anspruch auf den Hauptgewinn.

Unternehmen der Region hatten sechs attraktive Preise für die Verlosung zur Verfügung gestellt – auch Karten für den Bautzener Theatersommer, Tickets für Fußballspiele von Borussia Dortmund und Dynamo Dresden, einen Einkaufsgutschein des Markenmodehändlers Tommy Hilfiger und einen Tankgutschein. In die Lostrommel greifen durfte die zehnjährige Angelique. Sie hatte sich mit als Erste gemeldet, als von Norman Reitner, Mitglied der Aktionsgemeinschaft Schiebocker Tage 2.0, eine Glücksfee auf die Bühne gebeten wurde.

Um Spannung aufzubauen, wurde der Hauptpreis als Letzter gezogen. Ein SZ-Leser hatte bereits im vergangenen Jahr aus diesem Grund Zweifel geäußert, ob die Verlosung rechtmäßig sei. Das Auto als Hauptpreis hätte als Erstes gezogen werden müssen, sagt er. Denn die Gewinner der anderen Preise, die zuvor ermittelt worden waren, hatten so keine Chance auf den Hauptgewinn, da ihre Nummern ja nicht mehr im Lostopf waren. Die Organisatoren halten dem entgegen: Ein Gewinnspiel habe immer mit Glück zu tun. Und das lasse sich durch Ablaufänderungen nicht erzwingen.