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Rotes Kreuz sucht Spender und Freiwillige

Der Görlitzer DRK-Kreisverband hofft, mit einer Telefonaktion neue Mitglieder zu gewinnen.

Von Steffen Schreiber

Die Lage ist alarmierend: Jedes Jahr verliert der Kreisverband Görlitz Stadt und Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) acht bis zehn Prozent seiner Mitglieder. Deren aktuelle Zahl liegt nun bei etwa 2 000 und ihr Durchschnittsalter bei 70 Jahren. Für Alexander Peter Zeit zu handeln. „Seit dem 2. Dezember haben wir eine Aktion laufen, bei der wir telefonisch die Bevölkerung in Görlitz und Umgebung um Unterstützung durch eine Mitgliedschaft in unserem Verein werben“, erzählt der Verantwortliche für die Mittelbeschaffung.

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Der DRK-Kreisverband betritt damit Neuland. „Wir hatten bereits ähnliche Aktionen in den Jahren 2004, 2006 und 2009. Damals gingen wir aber noch von Haustür zu Haustür.“ Wie die Erfolgsquote war, kann Peter nicht in Zahlen ausdrücken. „Wir waren zufrieden, aber der Aufwand war sehr hoch.“ Das Telefon soll nun Entlastung bringen, vor allem, da die DRK-Mitarbeiter nicht selbst den Hörer in die Hand nehmen müssen. „Wir haben, wie bereits andere DRK-Kreisverbände vor uns, eine auf Fundraising spezialisierte Firma aus Gundelfingen an der Donau beauftragt, in Görlitz in unserem Namen anzurufen.“

Dabei wird dem Angerufenen zwar eine Görlitzer Nummer angezeigt, die Stimme am Ende der Leitung könnte jedoch schwäbisch klingen. „Uns ist aber wichtig, den Leuten klarzumachen, dass das Geld aus den Mitgliedsbeiträgen bei uns in der Region bleibt“, so Peter. Außerdem betont er, dass der Kreisverband damit nur Projekte finanziert, die teilweise oder gar nicht vom Landkreis unterstützt werden. „Das ist etwa die Wasserwacht, unsere Jugendarbeit oder die Seniorentreffs des DRK.“

Wie viel man spenden will, sei jedem selbst überlassen. „Die Höhe des Mitgliedsbeitrages ist frei wählbar“, sagt Peter. Neben finanzieller Unterstützung sucht der Kreisverband auch tatkräftige Mitstreiter, etwa im Katastrophenschutz. „Hier gibt es immer weniger Freiwillige. Dabei ist die Arbeit spannend und es wird sogar eine Ausbildung von uns bezahlt“, erklärt der DRK-Mitarbeiter und sagt: „Die Menschen müssen wieder lernen, nicht nur auf andere zu schauen, sondern sich selbst ins Gemeinwesen einzubringen.“

Fragen zum DRK-Kreisverband? Wer sich für eine Mitgliedschaft interessiert oder mehr zur Telefonaktion wissen will, erreicht Alexander Peter unter:

03581 362480

[email protected]