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Rothenburg setzt auf neueste Feuerwehrtechnik

Bis Mitte August wird noch kräftig trainiert. Zuvor kann die Öffentlichkeit das Fahrzeug aber schon hautnah erleben.

Wehrleiter David Schwarz (links) und sein Stellvertreter Eric Roitsch sind froh, dass das neue Fahrzeug endlich in Rothenburg ist.
Wehrleiter David Schwarz (links) und sein Stellvertreter Eric Roitsch sind froh, dass das neue Fahrzeug endlich in Rothenburg ist. ©  André Schulze

300 PS Leistung, 14 Tonnen Gewicht, 1 600 Liter Wasser Fassungsvermögen, Platz für neun Besatzungsmitglieder – die wichtigsten Daten des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges der Rothenburger Feuerwehr sind imponierend. Das finden auch die Kameraden, die an der Konfigurierung des Autos mitgearbeitet und es vor ein paar Tagen vom Hersteller Ziegler aus Giengen an der Brenz, einer kleinen Stadt in Baden-Württemberg, selbst abgeholt haben. Ortswehrleiter David Schwarz zählt noch ein paar weitere Schmeckerchen auf, die das Auto zu einem der modernsten und universell einsetzbarsten im Landkreis Görlitz machen. „Mit einem pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast können wir die Einsatzstelle auch nachts beleuchten. Außerdem gibt es eine mobile und extern verwendbare Wärmebildkamera. Schließlich ist ein kompletter Satz Türöffnungsnotwerkzeuge mit an Bord – alles Dinge, die wir so komprimiert vorher nicht hatten.“

Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass in jeder freien Minute trainiert wird an dem neuen Prunkstück der Rothenburger Wehr. „Wir haben rund einen Monat Ausbildungszeit einkalkuliert“, erklärt Eric Roitsch. Erst am 14. August soll das Fahrzeug mit der Bezeichnung HLF 10 offiziell in Dienst gestellt werden. Allerdings sieht der stellvertretende Ortswehrleiter die Einsatzbereitschaft recht entspannt. „Wir haben aktuell zwölf Maschinisten in unseren Reihen, die das Fahrzeug bewegen dürfen. Und es gibt fünf weitere Kameraden, die dazu noch einen Lehrgang absolvieren.“

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In 90 Prozent aller künftigen Einsätze – vor allem bei technischen Hilfeleistungen wie zu öffnenden Türen oder durch Stürme gefällten Bäumen – wird das 360 000 Euro teure Fahrzeug, das zu gleichen Teilen mit einer Festbetragsfinanzierung des Landkreises und Eigenmitteln der Stadt Rothenburg bezahlt wurde, zuerst ausrücken. Nur bei Wald- und Flächenbränden hat ein Tanklöschfahrzeug mit einer Kapazität von 2 500 Litern Wasser weiterhin die Nase vorn. Noch bevor das neue Fahrzeug seinen allerersten Einsatz absolviert, können es die Rothenburger in Augenschein nehmen. Beim Sommerfest gibt es gleich mehrfach dazu die Gelegenheit. „Am Sonnabend wird es auf dem Marktplatz ab 18 Uhr feierlich übergeben. Nach dem Festakt können sich alle Interessenten mal hinters Lenkrad schwingen. Gefahren und vorgeführt wird zwar nicht. Aber ich denke, schon die Nähe zu dieser Technik ist für viele ein erhebender Augenblick“, freut sich David Schwarz auf diesen Moment. Wer das Auto in Aktion erleben will, sollte den Festumzug am Sonntag nicht verpassen.

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