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Rotsteinzwerge wackeln über den Steg

Beim Juni-Hochwasser vom Vorjahr hat der Spielplatz der Kita gelitten. Dank Spenden ist er nun wieder wie neu.

Von Susan Ehrlich

Federschmuck auf dem Kopf, lautes typisches Geschrei – in Rosenbachs Kita waren am Mittwoch die Indianer los. Denn es war großes Kinderfest angesagt. Und dafür konnten auch gleich die neuen Spielanlagen im Garten mit Beschlag belegt werden, die es seit Kurzem hier gibt. Möglich gemacht hat die beiden neuen Spielelemente unter anderem eine großzügige Spende aus dem Partnerkreis des ehemaligen Landkreises Löbau-Zittau. Die Kirchgemeinde in Götzingen in der Stadt Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg hat 1 000 Euro zusammengetragen. Weiteres Geld – noch einmal derselbe Betrag – kam vom Lions-Club. Denn die Spielanlagen der Kita „Rotsteinzwerge“ im Rosenbacher Ortsteil Herwigsdorf war beim Hochwasser im Juni vorigen Jahres so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass es ohne Hilfe kaum denkbar war, alles wieder auf Vordermann zu bringen.

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„Gerade unser Häuschen aus Holz, das zum Spielbereich gehörte, hat mehrmals unter Wasser gestanden“, beschreibt Kita-Leiterin Katrin Lock die Situation von vor einem Jahr. Das Häuschen sei schlicht und einfach weggefault. Für die Kinder sei das keine schöne Sache gewesen. Denn sie haben das ja mitbekommen. Auch die anderen Spielgeräte sind damals nicht verschont geblieben, nun aber wieder wie neu. Jedenfalls bestätigt das die Kita-Chefin: „Alles ist längst wieder hergerichtet.“

Katrin Lock freut sich sehr, dass alles so unkompliziert gelaufen ist. Und sie ist genauso froh darüber, dass die Kinder ihren Spaß an und mit den neuen Spielgeräten haben. „Wir haben uns für einen Wackelsteg und einen Kriechtunnel entschieden“, sagt sie. Beides ist optisch bunt und einladend. Kleine Indianer mögen das, denn sie haben die neuen Elemente im Kindergarten-Garten längst für sich entdeckt.

Das Fest am Mittwoch war eines von vielen. „Eigentlich wechseln wir. Ein Jahr gibt es eine Ausfahrt, im nächsten dann ein Fest“, sagt Frau Lock. Das jeweilige Thema wird natürlich auch aufgearbeitet. „Wir haben uns diesmal eben ausführlich mit dem Leben der Indianer befasst“, sagt sie. Die Kinder hatten offensichtlich viel Spaß daran und haben sich sogar ganz spezielle Namen zum Indianerfest ausgedacht. „Starker Bär“, war zum Beispiel einer davon.

Der Clou des Festes mit den erst vor einigen Tagen neu aufgestellten Spielmöglichkeiten war aber weder starr noch sonderlich bunt. „Aus Bischdorf sind zwei Pferde bei uns aufgetaucht“, sagt Katrin Lock lachend. Für die Kinder seien sie das absolute Erlebnis gewesen. „Naja, Indianer ohne Pferde ging ja nun auch nicht“, sagt Herwigsdorfs Kita-Leiterin.

Gemeinde-Bürgermeister Roland Höhne (CDU) ist für die Spenden aus Götzingen dankbar. „Direkte Kontakte zwischen unseren Gemeinden bestehen eigentlich kaum“, sagt er. Umso erfreulicher sei der Einsatz der Leute dort. „Für unseren Kindergarten war das nach mehreren Hochwasserschädigungen vonseiten der Stadt Buchen und des Lions-Clubs sehr hilfreich“, so Höhne. Frau Lock sieht das ähnlich. „Die neuen Geräte kommen unserem Konzept entgegen: Bewegung ist gefragt.“