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Rückkehr des Olympiasiegers

Nils Schumann läuft wieder – am Sonntag beim Dresdner Stadtlauf mit rund 4 000 anderen, darunter auffällig vielen Frauen.

Von Tino Meyer

Ob das Knie mitmacht? Er weiß es nicht. Nach Dresden kommt Nils Schumann aber auf jeden Fall und teilnehmen möchte der 800-m-Olympiasieger von 2000 beim Sportscheck-Stadtlauf eigentlich auch. „Durch solche Rennen bin ich groß geworden“, sagt der 37-Jährige, der seine Karriere 2009 nach drei Operationen an der Achillessehne vorzeitig beenden musste. Dass dieses Mal der Meniskus seinen Start verhindern könnte, passt also irgendwie.

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Vor drei Wochen hat sich Schumann einem operativen Eingriff am Knie unterziehen müssen. Inzwischen läuft er zwar wieder locker, will aber trotzdem erst kurzfristig über eine aktive Teilnahme an der achten Auflage des Laufs mit dem markanten Äußeren entscheiden. Im orangenen Shirt werden sich an diesem Sonntag wieder fast 4 000 Läufer auf eine der fünf angebotenen Strecken machen, wobei die Bambini- und Kinderläufe mit insgesamt 900 Teilnehmern bereits restlos ausgebucht sind. „Das zeigt einmal mehr: Der Stadtlauf ist eine Veranstaltung für die ganze Familie – und überaus beliebt“, sagt André Egger von der Laufszene Sachsen, die sich vor Ort um die Organisation kümmert. Seit 1979 gibt es die Stadtlaufserie nun schon, gelaufen wird mittlerweile in 20 deutschen Städten.

Das Phänomen in Dresden ist ein anderes. Die Frauenquote, also der Anteil von Läuferinnen, ist um satte fünf Prozent auf jetzt 44 Prozent gestiegen. „In den vergangenen Jahren war es immer ungefähr ein Prozent mehr. Wieso sich die Frauen diesmal besonders zum Stadtlauf hingezogen fühlen, wissen wir auch nicht“, sagt Mathias Krenski vom Namensgeber Sportscheck.

Und noch eine Zahl hat er parat: 45 Prozent. Laut verschiedener Studien lehnt fast die Hälfte aller Deutschen aktives Sporttreiben ab. Für Schumann, der in Erfurt zu Hause ist und als Personaltrainer arbeitet, ist das kein Argument. „Für einen gesunden Menschen“, sagt er, „ist eine kleinere Strecke wie fünf Kilometer immer machbar. Davor braucht man keine Angst zu haben, sondern sollte es als Genusslauf sehen.“ Weil das 5-km-Rennen bereits 9.30 Uhr beginnt, gibt es einen Ernährungstipp noch dazu: „Leichte Kost natürlich, zum Beispiel das klassische Läuferfrühstück Toast mit Honig oder ein Bircher Müsli.“ Als Ausrede zählt jetzt nur noch das Knie.

Infos und Anmeldung: www.stadtlauf-dresden.de